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Dienstag, 25. März 2014

Zucker - Gift für die Nerven? Ketogene Gesundheit im Trend

Gefährlich süß?  Foto: Tim Reckmann/pixelio.de


Hitzige Diskussionen über ein Zuviel oder ein Zuwenig von Einfach-Zucker oder Kohlenhydraten überhaupt überziehen seit Jahren die deutschen Lande. So wie einst der Herz-Spezialist Atkins eine Nahrungsumstellung zur Genesung empfahl und bis heute als "Diät-Papst" auf übelste Weise geschmäht und verleumdet wird, so geht es heute auch Krebsspezialisten wie Coy oder Nervenärzten der Charité und weltweit, die eine Umstellung der Ernährung fordern auf kohlehydratarme Kost aber in jedem Fall auf Zucker zu verzichten. 

Zucker kann, so die aktuelle These, den oxidativen Stress im Gehirn erhöhen und damit verursachen, dass giftige Substanzen im Gehirn entstehen, die schlecht oder gar nicht abgebaut werden können. Dieser Zuckerkonsum kann also längerfristig bei dafür empfindlichen Menschen deren Nervenkrankheiten wie MS, Demenz oder andere hirnorganische Störungen verschlimmern. Deshalb erhoffen sich die Forscher entsprechenden Verbesserungen bei ketogener, also kohlehydratarmer Ernährung - wie bei Krebs bereits bestätigt.

Eine intelligente Sendung des NDR im Herbst 2013 soll hier deshalb noch einmal erwähnt und empfohlen werden, denn sie nennt die aktuellen Ansätze und Studien zu LowCarb und ketogener Ernährung in Deutschland.

Wie kann ketogene Ernährung helfen?

Was ist ketogene Ernährung?

Ketogene Ernährung bedeutet, dass der Körper selbst Zucker produziert, sogenannte Ketone oder Keton-Körper. Das geschieht beim Fasten meist ab dem dritten Tag, wenn plötzlich kein Hunger mehr da ist. Oder aber dauerhaft, wenn man täglich unter 20 Gramm Kohlehydrate bleibt oder die persönliche Schwelle herausfindet, wieviel Gramm Kohlehydrate man zu sich nehmen kann ohne die Keton-Produktion damit zu blockieren. Bei Sportlern kann diese Schwelle sogar zwischen 60-80 Gramm Kohlehydrate liegen, dann müssen sie aber ballaststoffreich sein.

Den Zustand nennt man Ketose - nicht zu verwechseln mit der für Diabetiker lebensgefährlichen Keto-Azidose.

Montag, 10. Februar 2014

Glückstherapie senkt Blutdruck

Ein Hotdog macht glücklich, aber senkt es zukünftig auch den Blutdruck? Foto: gerwitt/Pixelio


Ist Glück nur ein chemisches Ereignis im Gehirn? Das körpereigene Hormon Dopamin löst Glücksgefühle aus. Seine Bildung wird unter anderem angeregt durch die Wohlfühl-Klassiker Sex, Drogen oder Essen. Das Gehirn gibt sich jedoch nicht zufrieden mit einem Kick: es erinnert sich an den Glückszustand und will ihn immer wieder erreichen. Dopamin beeinflusst also unsere Entscheidungen so, dass wir immer wieder und noch mehr Glücksmomente erleben können.

Nun hat ein Forschungsteam um ETH-Professor Martin Fussenegger vom Departement Biosysteme in Basel einen Weg gefunden, das Dopamin-System des Körpers therapeutisch zu nutzen. Die Forscher haben ein neues genetisches Modul geschaffen, das sich über Dopamin steuern lässt. Der Glücksbotenstoff setzt dieses Modul dosisabhängig in Gang. Als Antwort auf eine Erhöhung des Dopamin-Pegels im Blut produziert das Modul einen gewünschten Wirkstoff.

Sonntag, 9. Februar 2014

Studie beweist: Leinsamen kann Leben retten

Leinsamen Gold oder in Braun, geschrotet, ganz oder als Öl: Immer ein Geschenk der Natur für die Gesundheit. Foto: SFR
Wer seinem Essen Leinsamen zufügt, senkt seinen Bluthochdruck und tut sich Gutes. Da Bluthochdruck ein Risikofaktor für viele chronische Leiden und Krankheiten ist, gilt auch hier: "Versuch macht kluch."

Im November 2012 wurde der American Heart Association Scientific Sessions eine Studie vorgestellt, bei der dieses gesunde Lehrstück der Natur sogar bei den extrem gefährdeten Arteriosklerose-Patienten gelang. Arteriosklerose (Arterienverkalkung) ist eine schleichende Erkrankung der Blutgefäße mit schwerwiegenden Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, pAVK, mit Ablagerungen in den Gefäßwänden, die zu Verhärtungen führen. Diese Verhärtungen mindern die Elastizität der Gefäße, die bei hohem Blutdruck besonders benötigt wird. Gefäße können im unelastischen Zustand reißen oder verstopfen (Thrombose).

Dr. Delfin Rodriguez vom kubanischen Universitätskrankenhaus Holguin bewies in seiner 6-monatigen Doppelblind-Studie, dass die Zugabe von nur 30 Gramm geschrotetem Leisamen pro Tag bei Patienten mit solch einer peripheren Gefäßerkrankung PAD den Bluthochdruck signifikant senkte,wie Medscape berichtet.

Candida albicans braucht Zink!

Zwei Kolonien des krankheitserregenden Hefepilzes Candida albicans gewannen den zweiten Platz beim Fotowettbewerb der Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft. Foto: François Mayer
Der Pilz Candida albicans ist ein täglicher Begleiter des Menschen: im Mund, im Rachen oder im Verdauungstrakt. Doch bei einem angeschlagenen Immunsystem kann er sich im menschlichen Gewebe verbreiten und Infektionen verursachen. Dazu benötigt er unter anderem Zink. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Duncan Wilson ist es dem Italiener Dr. Francesco Citiulo aus der von Hube geleiteten Abteilung für Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen gelungen zu dokumentieren, wie sich der Pilz mit lebenswichtigem Zink versorgt: Da die Wirtszelle Nährstoffe unter Verschluss hält, um den Pilz abzuwehren, benötigt dieser einen Helfer. Ein Molekül, das aus der Pilzzelle ausgeschieden wird, außerhalb – also im Wirt – Zink bindet und dieses einem Rezeptor übergibt. Der Rezeptor sitzt an der Außenwand der Pilzzelle und schleust das Zink hinein. Dieser Vorgang wurde bereits für das ebenfalls lebensnotwendige Element Eisen beschrieben, für Zink jedoch nicht. Diesen Beitrag zeichnete die Stiftung der DMykG mit dem Publikationspreis und einem Preisgeld von 1.000 Euro aus.

Samstag, 8. Februar 2014

Psychoaktive Hormone - Übergewicht und Stress sind schlecht fürs Herz

Psychoaktive Botenstoffe aus dem Fettgewebe
setzen dem Herz ganz schön zu. Foto: Gerd Altmann/Shape:photoshopgraphics.com / Pixelio
Fettgewebe, vor allem Bauchfett, ist nicht nur entsprechend dem heutigen Geschmack häßlich, nein, es ist äußerst gesundheitsabträglich. Es ist nicht nur ein Energiespeicher für schlechte Tage sondern äußerst aktiv. Das Fettgewebe, vor allem am Bauch, produziert eifrig Hormone und Botenstoffe. Diese mit den psychoaktiven Substanzen der Cannabis-Pflanze verwandten körpereigenen Botenstoffe - die Endo-cannabinoide - wirken nicht nur im Hirn, sie begünstigen die Entwicklung von Herzinfarkten. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie. 

Übergewicht wird in den Industrieländern zunehmend zur Volkskrankheit. Heute schon schleppt knapp ein Drittel der Menschen zu viele Kilos mit sich herum, Tendenz steigend. Wenn sich diese Menschen auch noch wenig bewegen und beruflich unter starkem Stress stehen, steigt ihr Risiko für einen Herzinfarkt zunehmend.

Freitag, 13. Dezember 2013

Honig wirkt wo Antibiotika versagen

Manche Blütenpollen haben es in sich. Foto: Angelina Ströbel/pixelio.de
Lange als Ammenmärchen der Volksheilkunde belächelt, wird seit Jahren in verschiedenen medizinischen Studien dem vielgeliebten süßen Gold der Honigbienen auch in der naturwissenschaftlichen Schulmedizin Ehre zuteil. Die Heilkraft des Jahrtausende alten Hausmittels wird von Forschern in verschiedenen Studien bewiesen. Mehr noch, Honig gilt inzwischen als ein Heilmittel der Zukunft, denn Honig kann, was Antibiotika nicht können und wird bereits in Kliniken auch in Deutschland erfolgreich eingesetzt.

Antibiotika verdrängten Altbewährtes

Noch in den letzten Weltkriegen sorgten Umschläge mit Honig dafür, dass Verletzungen der Soldaten besser heilten. Die modernen Antibiotika verdrängten aber mehr und mehr das Hausmittel. Doch hat sich die Situation inzwischen geändert, da wir in Kliniken mit Keimen konfrontiert sind, die gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent sind, die so genannten multiresistenten Keime.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

In Zukunft besserer Schutz vor elektromagnetischen Feldern?


Plasma im elektromagnetischen Feld.
Foto: Th. Reinhardt/pixelio.de
Nach langem Zögern hatte am 3. Mai 2013 das Bundeskabinett die Änderungsverordnung nach Maßgabe des Bundesrats verabschiedet.

In der heutigen Umwelt sind die Menschen zunehmend elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Alle Anwendungsbereiche elektrischer Energie sind mit niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern verbunden, auch bei der Strom-Übertragung. Deshalb soll die neue Änderungsverordnung besser für Schutz und Vorsorge vor gesundheitlichen Auswirkungen nichtionisierender Strahlung beim Ausbau der Übertragungsnetze im Hoch- und Höchstspannungsbereich sorgen.
Zur Gesundheitsvorsorge wird beim Bau neuer Strom-Trassen künftig die Überspannung von Wohngebäuden untersagt. Auch sollen beim Ausbau der Strom-Netze elektrische und magnetische Felder minimiert werden. Wie die  allgemeine Verwaltungsvorschrift dazu aber aussehen wird, und wie sie dann zu interpretieren ist, ist offen. Das kann auch für Privatleute spannend werden, da auch Änderungen bei Hochfrequenz-Anlagen und Funk-Anlagen vorgesehen sind.
Quelle: BMU

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Weniger Muskelkater dank Kompression?

Kompressionsstrümpfe können Muskelkater beeinflussen. Foto: TU Chemnitz/Jacob Müller
Dein Muskelkater sagt dir: Du hast was getan! Dennoch - ob Läufer, Fußballer oder Athlet - wer viel trainiert kennt müde Muskeln. 

Großmutters Stützstrümpfe neu angewendet können nun als "Kompressionsstrümpfe" dem Sportler zu weniger Muskelkater bei gleichem Trainingspensum verhelfen.

Dieses Phänomen ist in den vergangenen Jahren hinreichend subjektiv erfahren und diese Erfahrung weiter gegeben worden. Wissenschaftlich wurde sie jedoch noch nicht begründet. Allerdings wurde die Theorie vom "Übersäuerten Muskel" als Muskelkater widerlegt und mit der Theorie der "Mikroverletzungen" der Muskulatur ersetzt.

Freitag, 4. Oktober 2013

Weniger Schmerzen dank Bluthochdruck?

Foto: hamma  / pixelio.de
Das stellt alles auf den Kopf. Je höher der Blutdruck ist, umso seltener entwickelten Frauen langwierige Schmerzen im Rücken. Das ist ein Ergebnis einer norwegischen Studie, die zwar keine ausreichende Erklärung bietet, aber von einer reduzierten Schmerz-Empfindlichkeit bei Bluthochdruck ausgeht.

Schon seit längerem geht man auch von einer ähnliche reziproken  Beziehung zwischen Blutdruck und Kopfschmerz oder Migräne aus. Nach Auswertung aller Daten der HUNT-Studie und als Fazit der Autoren bestätigt das Ergebnis die Theorie, dass Bluthochdruck-Geplagte im Gegenzug eine höhere Schmerz-Schwelle haben. Wenn der Blutdruck steigt, kann sich die Schmerz-Empfindlichkeit verringern, dass trifft aber nicht zwingend auf Menschen mit chronischen Schmerzen zu. Das berichtete springermedizin.de im Fachportal Allgemeinmedizin. 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

China: Aromatherapie und TCM gegen Vogelgrippe?

Kräutersäckchen sollen Insekten vertreiben und vor Infektionskrankheiten schützen. Foto: Screenshot von Epoch Times Deutschland


Neue Fälle von Vogelgrippe in China verunsichern die Chinesen. Bisher starben 16 der 77 Personen, die offiziell an H7N9, dem neuen Vogelgrippe-Virus, erkrankt sind. Deshalb will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eigene Experten nach China schicken, um bei den Untersuchungen mit dem Virus zu helfen - und vielleicht auch in Erinnerung an die mehr als unzureichende chinesische Informationspolitik bei der SARS-Epidemie vor zehn Jahren.

Seit dem vergangenen Wochenende gibt es auch Fälle in der chinesischen Hauptstadt Peking, was viele Chinesen nach Vorsorge-Möglichkeiten suchen lässt. Wie die F.A.Z. heute berichtet, boomt das Geschäft mit Gummihandschuhen aus Malaysia und in chinesischen Apotheken gibt es einen Run auf Atemschutzmasken. Doch vor allem Hersteller von traditioneller Kräuter-Medizin der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) seien die Gewinner dieser Panik. Der Aktienkurs des Unternehmens Yiling ist stark gestiegen, da eins der pflanzlichen Mittel, Lianhua Quingwen, gegen diesen Virus wirksam sein soll und entsprechend der Absatz steigt. Wie die F.A.Z. weiter berichtet, sei der vorherige, im Internet enstandene Boom nach einer anderen pflanzlichen Arznei, der pulverisierten Ysatis-Wurzel inzwischen wieder abgeflaut.

Samstag, 28. September 2013

Haie gehören ins Meer oder auf den Sondermüll

Hai Noon - die Gefahr aus der Tiefe heißt Methylquecksilber  Foto: Sharkproject e.V
Ein in Deutschland neu entwickeltes und patentiertes High-Tech-Analyseverfahren bringt es an den Tag: 

Haie sind sehr gefährlich für Menschen 

- aber nur wenn man sie isst.


Eine Sharkproject-Stichproben-Analyse brachte bei in Deutschland erhältlichen Hai-Produkten weit über dem Gefahrengrenzwert liegende Konzentrationen von Methylquecksilber ans Licht. Methylquecksilber ist eines der stärksten biologischen Gifte.

Montag, 23. September 2013

Mikronährstoffe schützen die Augen

Die innere Sonnenbrille entsteht durch bunte Vitamine. Foto: joelene/Pixelio

Schon die alten Ägypter wussten, dass der Verzehr der an Vitamin A reichen Rinderleber vor Nachtblindheit schützt. „Dabei entsprach die explizite Zufuhr von Leber dem ersten Vitamin-A-haltigen Functional Food" sagen die Autoren einer Übersichtsarbeit in den Klinischen Monatsblättern für Augenheilkunde (Thieme, Stuttgart. 2010). Heute ist erwiesen, dass die Augen neben Vitamin A noch eine Reihe weiterer Mikronährstoffe benötigen.

Sonntag, 22. September 2013

Antibiotika in Getreide nachgewiesen

Gülle auf den Acker verbringen.     Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de
Antibiotika aus der Tierhaltung können durch die Gülle-Ausbringung auf den Feldern auch von Pflanzen aufgenommen werden und so in die menschliche Nahrung gelangen. Das geht aus einer Studie der Universität Paderborn im Auftrag des Düsseldorfer Verbraucherschutz-ministeriums hervor. Dabei bestehe die Gefahr, dass Krankheitserreger im menschlichen Körper nach der Aufnahme geringer Antibiotika-Dosen gegen die Medikamente resistent würden, warnte Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn.

Antibiotika könnten so auch in die Nahrungskette gelangen

Arzt testet im Selbstversuch Akupunktur als Betäubung bei OP

Akupunkturpuppe. Foto: Harald Wanetschka / Pixelio

Akupunktur wirkt auch bei Operationen als Anästhetikum. Der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Molsberger prüfte im Selbstversuch die Wirkung von Akupunktur-Anästhesie bei einer Leistenbruch-Operation. Dabei gewährleistete die Akupunktur mit Elektrostimulation die Anästhesie für einen Hautschnitt von sechs Zentimetern Länge und bis zu einer Tiefe von 15 Millimetern. Für die vollständige Anästhesie der gesamten Operation war die Akupunktur allerdings nicht ausreichend. Es mussten zusätzlich Medikamente zur Lokalanästhesie verabreicht werden, berichtet die Fachzeitschrift Forschende Komplementär-Medizin in Ausgabe (1, 2011). 

Der erfahrene Akupunkteur und Dozent der Forschungsgruppe Akupunktur Molsberger setzte sich selbst vor der Operation sechs Nadeln in beide Unterschenkel an jeweils drei Akupunktur-Punkte.

Kurzer Nachtschlaf erhöht Risiko für Typ 2 Diabetes

Wenn der Wecker zu früh klingelt...
Foto: rudolf ortner/ Pixelio
Unruhiger oder zu kurzer Schlaf erhöht das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Ergebnisse von Studien deuten zudem darauf hin, dass der Nachtschlaf den Stoffwechsel unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Körpergewicht oder Ernährung beeinflusst. Damit spielen Schlaf und entsprechende Schlafhygiene eine wichtige Rolle in der Prävention des Typ 2 Diabetes. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich eines kürzlich veröffentlichten Artikels in der Fachzeitschrift Sleep hin. 

Übergewicht und Adipositas zählen zu den wichtigsten Angriffspunkten in der Diabetes-Prävention. Für den Schlaf zeichnet sich derzeit Vergleichbares ab: „Unsere Daten zeigen, dass eine kurze nächtliche Schlafdauer und Schlafstörungen ebenso ein Risiko darstellen“, betont Dr. med. Sebastian M. Schmid von der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Weniger als 4,5 Stunden nächtlichen ungestörten Schlafes machen sich bereits bemerkbar: Schlafmangel erzeugt ein Hungergefühl, mindert das spontane Bewegungsverhalten und die Empfindlichkeit der Zellen für das Blutzucker senkende Hormon Insulin.

Samstag, 21. September 2013

Gesund durch Atmen?

Foto: Guido Birther/Ainergy
Sauerstoff ist wichtiger als Essen und Trinken, denn ohne Sauerstoff kann kein Mensch länger als fünf Minuten überleben. Bei der heutigen sitzenden Bevölkerung wird das gerne mal vergessen und das Argument der Luftverschmutzung angeführt, um wieder mal nicht Frischluft tanken zu gehen. Unverbesserliche und Immer-noch-Raucher argumentieren gar mit "Sauerstoff-Vergiftung" gegen die sie dann direkt mit Gegengift wie dem Inhalieren von Räucherstäbchen, genannt Zigaretten, vorgehen müssen.

Sauerstoff ist überall, er ist beiläufig, nicht erwähnenswert. Erst wenn er fehlt, wird genau dies ganz schnell lebensbedrohlich.

Freitag, 20. September 2013

Chronobiologie: Licht erhöht Ausdauer-Leistung von Frühaufstehern

Leistungstest auf dem Fahrradergometer: Helles Licht kanndie Ausdauerleistung steigern. Foto: Universität Basel
Die innere Uhr des Menschen reguliert sowohl Schlaf und Wachheit als auch seine Leistungsfähigkeit. Helles Licht verstärkt dabei die Wachheit und mindert die Schläfrigkeit. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Basel konnte nun erstmals zeigen, dass helles Licht auch die Ausdauerleistung steigern kann - dies aber nur bei Frühaufstehern.

Der Tag-Nacht-Zyklus bestimmt als einer der wichtigsten Zeitgeber unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, auch bekannt als innere Uhr. Die innere Uhr unterscheidet sich bei Menschen oft deutlich von der lokalen Uhrzeit. Man spricht dabei von Chronobiologie und Chronotypen, die sich - genetisch bedingt - grob in "Lerchen" (Frühaufsteher) und "Eulen" (Langschläfer) einteilen lassen.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus kann durch Licht bei Tagesbeginn verkürzt und durch Licht in der Dämmerung verlängert werden. Auch hält uns helles Licht länger wach, während schummeriges Licht uns einschläfert.

Mittwoch, 18. September 2013

Werbung beeinflusst Ärzte

Foto: Andrea Damm/pixelio.de
Ärzte lassen sich bei ihrer Verschreibungspraxis zum Teil stark von Werbung und Informationen der Pharmaindustrie beeinflussen, sagen neue Studien. Die Mediziner verordnen dann den Patienten nicht nur öfter und mehr Medikamente, sondern orientieren sich auch nicht an dem individuellen Bedürfnis. Die Tendenz der verordneten Präparate ist ungünstiger und auch teurer. 

Dies sind die erschreckenden Ergebnisse einer Auswertung von 58 Studien, die den Einfluss von Herstellerinformationen auf Mediziner unter die Lupe nahmen. Nur eine der Untersuchungen kam zu dem Schluss, dass der Einfluss der Arzneifirmen das ärztliche Wirken verbessert. In allen Studien sollten Ärzte angeben, wie viel Aufmerksamkeit sie pharmazeutischer Werbung widmen. Sie widersprechen der sonst oft geäußerten Überzeugung vieler Mediziner, dass sie von Informationen der Pharma-Industrie nicht beeinflusst würden. Joel Lexchin von der York Universität in Kanada, Mitautor der im Online-Journal "PLoS Medicine" veröffentlichten Analyse, erklärt: "Unsere Studie zeigt eindeutig, dass dies doch der Fall ist – und dass der Einfluss nachteilig ist. Werden Ärzte mit Werbung eines Herstellers überflutet, verschreiben sie eher diese Marke, egal ob das für den Patienten am besten ist." (sfr) 

Montag, 16. September 2013

Algen-Quark als Functional Food

Luftgetrocknete Algenflocken. Foto: ttz
Algen als Lebensmittel sind wahre Goldgruben. Algen sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Algen und algenhaltige Lebensmittel stehen im asiatischen Lebensraum seit Jahrhunderten auf der Speisekarte und gelten als gesundheitsfördernde Delikatesse. In Deutschland sind Lebensmittel-Produkte aus Algen hingegen eine Seltenheit - Algen kommen hier meist in der Pharma- und Kosmetikindustrie zum Einsatz. Um das zu ändern, haben das ttz Bremerhaven und die Meierei Langenhorn die vitaminreiche Nahrung im Kühlregal etabliert.

Im Projekt „Algaefood" entwickelte das ttz Bremerhaven und die Meierei Langenhorn algenhaltige Milchprodukte zur Vorbeugung und zum Ausgleich von Ernährungsdefiziten. Quark und (Frisch-)Käseprodukte werden mit aufbereiteten Nordsee-Algen angereichert und so in funktionelle Lebensmittel umgewandelt, die einen zusätzlichen gesundheitlichen Effekt haben. Makro-Algen enthalten eine hohe Konzentration an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelemente und Ballaststoffen bei einem geringen Fettgehalt.

WORK-LIFE BALANCE

Arbeit und Leben in Balance. Foto: Uwe Wagschal/Pixelio
Arbeit und Leben in Balance. Foto: Uwe Wagschal/Pixelio
Arbeit und Leben zusammen zu bringen in Harmonie, ist für viele Beschäftigte schwierig - nicht nur für erwerbstätige Mütter. Bei vielen ist die Arbeit so wichtig geworden, dass für das Privatleben kaum oder nur sehr wenig Zeit bleibt. Auf Dauer kann das Nerven und Gesundheit kosten, manchmal gehen darunter auch Beziehung und Familie zu Bruch.

In den Betrieben ist inzwischen angekommen, dass so etwas auch auf die Arbeit selbst zurückschlägt: Nicht nur die Beschäftigten „haben ein Problem", auch die Unternehmen. Um Abhilfe zu schaffen, muss der Zusammenhang von Arbeit und Leben, der Work-Life Balance, und betrieblicher Leistungspolitik im Betrieb ein Thema sein.

Erste Ergebnisse einer Trendanalyse des Forschungsprojekts „Lanceo - balanceorientierte Leistungspolitik" zeigen, dass Work-Life Balance ein gesellschaftlich sehr hoch bewertetes Thema ist - und zugleich eines, das Beschäftigten und Betrieben erhebliche Probleme bereitet.