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Sonntag, 9. Februar 2014

Candida albicans braucht Zink!

Zwei Kolonien des krankheitserregenden Hefepilzes Candida albicans gewannen den zweiten Platz beim Fotowettbewerb der Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft. Foto: François Mayer
Der Pilz Candida albicans ist ein täglicher Begleiter des Menschen: im Mund, im Rachen oder im Verdauungstrakt. Doch bei einem angeschlagenen Immunsystem kann er sich im menschlichen Gewebe verbreiten und Infektionen verursachen. Dazu benötigt er unter anderem Zink. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Duncan Wilson ist es dem Italiener Dr. Francesco Citiulo aus der von Hube geleiteten Abteilung für Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen gelungen zu dokumentieren, wie sich der Pilz mit lebenswichtigem Zink versorgt: Da die Wirtszelle Nährstoffe unter Verschluss hält, um den Pilz abzuwehren, benötigt dieser einen Helfer. Ein Molekül, das aus der Pilzzelle ausgeschieden wird, außerhalb – also im Wirt – Zink bindet und dieses einem Rezeptor übergibt. Der Rezeptor sitzt an der Außenwand der Pilzzelle und schleust das Zink hinein. Dieser Vorgang wurde bereits für das ebenfalls lebensnotwendige Element Eisen beschrieben, für Zink jedoch nicht. Diesen Beitrag zeichnete die Stiftung der DMykG mit dem Publikationspreis und einem Preisgeld von 1.000 Euro aus.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Gen-Varianten oder Der Diabetes auf der Spur

Blutentnahme zur Blutzuckermessung.
Foto: Michael Horn/Pixelio
Der HbA-Wert ist der wichtigste Blutwert für einen Diabetiker mit einer Typ-2-Diabetes. Jetzt hat ein internationales Wissenschaftler-Team neue genetische Faktoren gefunden, die die Konzentration von glykosyliertem Hämoglobin (HbA1C) beeinflussen. HbA1C ist der wichtigste Blutwert, um den Verlauf von Typ-2-Diabetes mellitus zu verfolgen. 

Die Forscher haben 10 Genorte identifiziert, die die HbA1C-Konzentration im Blut beeinflussen. Sechs davon waren bislang nicht mit HbA1C in Verbindung gebracht worden, sieben stehen in Verbindung mit seltenen erblichen Erkrankungen wie Anämien und Störungen bei Eisenspeicherkrankheit. Sauerstoff wird im Körper an Hämoglobin (Hb) gebunden transportiert. Für diese Bindung ist ein zentrales Eisen-Atom essentiell, das darüber hinaus das Blut rot färbt.

Dienstag, 6. November 2012

Wenn Eisen krank macht: Eisenspeicherkrankheit

Leber - links gesund, rechts zirrhotisch  Foto: UK Ulm
Zu wenig Eisen im Blut macht müde. Zu viel Eisen im Blut macht auch müde - und kann Anzeichen für die so genannte Eisenspeicherkrankheit oder Hämochromatose sein. Dabei wird der Körper durch zu viel Eisen regelrecht vergiftet. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Erbkrankheiten, eine neue Spezialambulanz am Ulmer Universitätsklinikum hilft Betroffenen und erforscht die Ursachen.

Die Betroffenen klagen über Beschwerden, die tausend Gründe haben können: Müdigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Gelenkbeschwerden oder Herzrhythmusstörungen. Werden bei Blutuntersuchungen erhöhte Leberwerte festgestellt, kann das ein erster Hinweis sein.