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Samstag, 14. Dezember 2013

Du bist peinlich! Scham sitzt im Gehirn bei Mitgefühl

Vor Scham die Hände vorm Gesicht.              Foto: Jerzy/Pixelio

Wenn man sich für andere schämt, sind vergleichbare Gehirnareale aktiv, wie wenn man den Schmerz anderer nachempfindet. Das ist das Resultat einer aktuellen Studie zu den neuronalen Grundlagen des Fremdschämens, die Wissenschaftler der Philipps-Universität veröffentlichten. Die Autoren um Dr. Sören Krach und Frieder Paulus berichten darin über Ergebnisse, die sie mittels Verhaltensexperimenten und funktionaler Magnet-Resonanzbildgebung (fMRT) erzielt haben.

Unterhaltungssendungen wie „Deutschland sucht den Superstar" oder „Stromberg" erfreuen sich großer Beliebtheit - sie liefern Fremdschämen dank peinlicher Situationen frei Haus, auch ohne dass die Betroffenen selbst etwas davon mitbekommen. „In sozialen Interaktionen ist es von so großer Bedeutung, das Gesicht nicht zu verlieren, dass man sich schämt, wenn man sich im Geiste in die Lage eines anderen versetzt, die von außen betrachtet peinlich erscheint", schreiben die Autoren der aktuellen Studie.

Montag, 14. Oktober 2013

The Way That I Choose

Freiheit und selbstbestimmtes Leben.  Foto: www.JenaFoto24.de/pixelio.de

Für alle, die gerade den 'Blues' haben, ein leidenschaftlicher Song:

Ich leb mein Leben, den Weg selbst gewählt.
Ich bin zufrieden, nichts zu verlieren.
Ich bitte nicht um Gefallen, den Grund kenn ich nicht.
Wenn ich keine Fragen stelle, bekomme ich auch keine Lügen.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Furcht hat mir viel geholfen

Wenn Mut der Ausweg ist... Foto: Janusz Klosowski/Pixelio

Furcht hat mir viel geholfen, bloße Furcht
vor Folgen, die ich nicht ertragen hätte,
die weiße Angst vor Aussatz und Gebrest.

Und jene andre Furcht, die Furcht vor Furcht,
die Angst vor Angst, die dich an keiner Stätte
verweilen und nur - Mut als Ausweg lässt.


Christian Morgenstern


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Mehr Drogen bei Atheisten?


Was gibt der Seele Kraft - was lässt sie (ver)zweifeln? Foto: lichtkunst.73/pixelio.de
Religion ist gut - Glaube ist besser? Unter jungen Schweizer Männern, die sich als gottesgläubig bezeichnen, gibt es weniger Raucher, Kiffer und Ecstasy-Konsumenten als unter Gleichaltrigen, die sich als Atheisten betrachten. Der Glaube ist ein Faktor, der vor Suchtverhalten schützt. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie.

Karl Marx hat die Religion als "Opium des Volks" bezeichnet. Dennoch scheint Religion Menschen vom Drogen-Konsum abzuhalten, wie neue Umfrageresultate nahelegen. Forscher um Gerhard Gmel vom Universitätsspital Lausanne zeigen in der Fachzeitschrift "Substance use & misuse", dass religiöse junge Männer weniger zu Suchtmitteln greifen, als agnostische und atheistische Gleichaltrige in der Schweiz.

Die Fragebögen von 5387 knapp 20jährigen Männern haben die Forscher ausgewertet. Aufgrund der Antworten bildeten sie fünf Gruppen:

Sonntag, 22. September 2013

Kurzer Nachtschlaf erhöht Risiko für Typ 2 Diabetes

Wenn der Wecker zu früh klingelt...
Foto: rudolf ortner/ Pixelio
Unruhiger oder zu kurzer Schlaf erhöht das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Ergebnisse von Studien deuten zudem darauf hin, dass der Nachtschlaf den Stoffwechsel unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Körpergewicht oder Ernährung beeinflusst. Damit spielen Schlaf und entsprechende Schlafhygiene eine wichtige Rolle in der Prävention des Typ 2 Diabetes. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich eines kürzlich veröffentlichten Artikels in der Fachzeitschrift Sleep hin. 

Übergewicht und Adipositas zählen zu den wichtigsten Angriffspunkten in der Diabetes-Prävention. Für den Schlaf zeichnet sich derzeit Vergleichbares ab: „Unsere Daten zeigen, dass eine kurze nächtliche Schlafdauer und Schlafstörungen ebenso ein Risiko darstellen“, betont Dr. med. Sebastian M. Schmid von der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Weniger als 4,5 Stunden nächtlichen ungestörten Schlafes machen sich bereits bemerkbar: Schlafmangel erzeugt ein Hungergefühl, mindert das spontane Bewegungsverhalten und die Empfindlichkeit der Zellen für das Blutzucker senkende Hormon Insulin.

Freitag, 20. September 2013

Chronobiologie: Licht erhöht Ausdauer-Leistung von Frühaufstehern

Leistungstest auf dem Fahrradergometer: Helles Licht kanndie Ausdauerleistung steigern. Foto: Universität Basel
Die innere Uhr des Menschen reguliert sowohl Schlaf und Wachheit als auch seine Leistungsfähigkeit. Helles Licht verstärkt dabei die Wachheit und mindert die Schläfrigkeit. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Basel konnte nun erstmals zeigen, dass helles Licht auch die Ausdauerleistung steigern kann - dies aber nur bei Frühaufstehern.

Der Tag-Nacht-Zyklus bestimmt als einer der wichtigsten Zeitgeber unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, auch bekannt als innere Uhr. Die innere Uhr unterscheidet sich bei Menschen oft deutlich von der lokalen Uhrzeit. Man spricht dabei von Chronobiologie und Chronotypen, die sich - genetisch bedingt - grob in "Lerchen" (Frühaufsteher) und "Eulen" (Langschläfer) einteilen lassen.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus kann durch Licht bei Tagesbeginn verkürzt und durch Licht in der Dämmerung verlängert werden. Auch hält uns helles Licht länger wach, während schummeriges Licht uns einschläfert.

Mittwoch, 18. September 2013

Die Rangliste der gesellschaftlichen Ressource „Vertrauen“

Foto: Stephanie Hofschlaeger / Pixelio
Leihen Sie einem flüchtigen Bekannten einen kleinen Geldbetrag? Gehen Sie ganz unbefangen mit Fremden um, die Sie nach dem Weg fragen? Wenn ja, dann gehören Sie zu den Menschen, die grundlegendes Vertrauen in ihre Mitmenschen haben. Diese Art von Vertrauen gilt Sozialwissenschaftlern und Ökonomen als besonders wertvolle Ressource für ein florierendes Gemeinwesen. Ein deutsch-britisches Forscherteam unter Federführung der Jacobs University Bremen und der Leuphana Universität Lüneburg hat in einer mehr als 50 Länder umfassenden Studie untersucht, wo dieser Wesenszug am weitesten verbreitet ist.

Ein Resultat: Westdeutsche vertrauen mehr als Ostdeutsche. In Asien gibt es dagegen viel weniger generelles Vertrauen als bislang angenommen.

Donnerstag, 5. September 2013

Narzissmus, Machtstreben & Co – die dunklen Helfer für Existenzgründer

Künstlerische Darstellung der komplexesten und massivsten Moleküle (PFNS-10, TPP-152) mit denen Quanteninterferenz nachgewiesen werden konnte Illustration: Mathias Tomandl
„Du musst ein Schwein sein" heißt ein Hit von den „Prinzen". Damit hat die Band aus Leipzig - in Bezug auf Unternehmensgründungen - teilweise Recht. So haben selbstverliebte Persönlichkeiten eine höhere Neigung Unternehmen zu gründen. Hochwertige Businesspläne stammen dagegen eher aus der Feder von Machiavellisten. So lauten einige Ergebnisse einer interdisziplinären Studie von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim, der Hochschule Reutlingen und der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, die den Einfluss der sogenannten Dunklen Triade der Persönlichkeit in der Phase vor der Unternehmensgründung untersucht. Jetzt hat die British Academy of Management (BAM) die Studie im Rahmen ihrer Jahreskonferenz mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

Dunkle Triade der Persönlichkeit 
Niccolò Macchiavelli Statue in Florenz.
Foto: Christopher Kaetz / GNU


Narzissmus, Machiavellismus und subklinische Psychopathie: Diese wenig schmeichelhaften Eigenschaften bilden die sogenannte „Dunkle Triade der Persönlichkeit". Verbunden werden sie meist mit einer Reihe unbeliebter Merkmale wie Härte, Rücksichtslosigkeit, übersteigertes Selbstbewusstsein oder emotionaler Kälte. Gleichzeitig aber haben sie Merkmale - wie etwa Risikoneigung, Machtstreben und den Drang nach Selbstbestätigung - die man in Führungspositionen oftmals antrifft. 

Dienstag, 3. September 2013

Was mit Kindern in der Psychiatrie geschieht

Vorstellung des Bilderbuchcomics "Was ist denn schon normal?" Foto: UK Ulm
Comicfigur Tom trägt einen blauen Kapuzenpulli und weiß, was alle denken: Er war in der „Klapse" - vollgepumpt mit Medikamenten, in Zwangsjacke und Gummizelle... So stellen sich viele die Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Auch Tom wusste nicht, was ihn erwartet, als er wegen seiner Wut- und Angstattacken in die Klinik kam. Damit es anderen Kindern nicht so geht, erklärt Tom in dem einzigartigen Comicbilderbuch anderen Kindern, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie eigentlich ist und was er dort gemacht hat. 

"Was ist denn schon normal?" heißt das einzigartige Bilderbuchcomic, geschrieben von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, das Kindern erklärt, was in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie passiert. 

Falsche Vorstellungen 

Dienstag, 27. August 2013

Bin Spiegelbild von Deinem Sein

Spiegelbild von deinem Sein. Foto: Karin Schmidt / Pixelio


Gott

Der Du nicht Stein bist, doch des Steines Kraft,
Die Kern und Schale hält in enger Haft.
Der Du nicht Rose bist, doch ihre Pracht,
Ihr Duft, ihr Auge, das zur Sonne lacht.
Der Du nicht Eiche bist, doch wohl ihr Mark,
Der Stolz, der aus ihr athmet, lebensstark.
Die Welt ist nichts als Form, in der Du prägst,
Ist nichts als die Gewandung, die Du trägst.
Ist nichts als Spiegelbild von Deinem Sein;
Nur Du bist Wahrheit, doch das Bild ist Schein.

Montag, 26. August 2013

Alt-indisch? Sanskrit!

Sanskrit ist eine der ältesten Sprachen der Welt. Nun werden Studenten, die
Ganesha - er trägt das Buddha-Zeichen in seiner rechten Innenhand. Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de
sich erfolgreich um ein besseres Verständnis des Sanskrit und damit um eine größere Wertschätzung dieses Kultur-Erbes bemüht haben, ausgezeichnet.

Die Preise werden vom Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg in Verbindung mit der indischen Regierung verliehen und beinhaltet unter anderem einen zehntägigen Aufenthalt in Indien.

Geehrt wird am 30. August 2013 Rohana Seneviratne aus Sri Lanka mit dem Saraswati-Sanskrit-Preis-2012.  Seneviratne wurde 2009 zum Sanskrit-Bachelor in Sri Lanka und wurde Master in indischer Philosophie an der Universität Liverpool. Jetzt promoviert er in Oxford in der Philosophie zur Sanskrit-Grammatik.In Heidelberg wirkte Seneviratne an der Sanskrit und Nepali Summer-School des Südasien-Instituts mit.

Dienstag, 30. April 2013

Todesverachtung: Enten-Mama führt Kinder über vierspurige Autobahn

Furchtlos versucht eine Enten-Mama eine vierspurige Autobahn zu überqueren – mit mehreren Enten-Küken im Schlepptau. Eine Mission Impossible? Auf jeden Fall nichts zum Nachmachen. Aber gut für Überlegungen zum Thema "Mut", "Verwegenheit" oder "Todesverachtung, wo sie beginnen , ob es auch bei Ahnungslosigkeit bereits Mut ist. Oder ob Ahnung der Gefahr nicht vielleicht mutlos macht? Wie ist das mit dem positiven Denken bei Enten? Fragen über Fragen.   (sfr)



Montag, 1. April 2013

Geistesblitz in der Waschstraße - Nanotechnologie für Mundhygiene

Foto: Michiel1972-GNU
Zähneputzen ade! Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke entwickeln Zahnlack auf Basis von Nanotechnologie Forscher der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke haben einen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt. Sie entwickelten einen Zahnlack, der das Zähneputzen überflüssig macht und zudem noch vor Karies schützt. 

Der Lack basiert auf der sog. Nanotechnologie, bei der die einzelnen Komponenten in mikroskopisch kleinen Partikeln in einer Grundmatrix gelöst werden. Die Nanopartikel des neuartigen Lacks enthalten vor allem Fluoride, die eine Entstehung von Karies verhindern. 

Der Lack wird etwa alle sechs Monate auf die Zähne aufgebracht. Die Nanopartikel im Lack zerplatzen beim Kauen und setzen die Fluoride frei, die die Karies-Entstehung verhindern. Außerdem hat der Lack durch die Nanotechnologie eine Oberfläche, die verhindert, dass sich der für die Zähne schädliche Zahnbelag bildet und damit das lästige Zähneputzen überflüssig macht. Der Zahnlack kann auch mit Menthol geliefert werden was für einen immer frischen Atem sorgt. 

Die Idee zur Entwicklung eines solchen Zahn-schützenden Lacks kam dem Projektleiter beim Autowaschen. In modernen Waschstraßen wird ein Schmutz abweisender, auf Nanotechnologie basierender Film auf den Autolack aufgetragen. 

In einem einjährigen klinischen Test hat die Neuentwicklung bereits ihre Probe bestanden und wurde nun international zum Patent angemeldet. Die Pharma-Industrie hat bereits großes Interesse an der Vermarktung des Produkts bekundet. (sfr/idw-online) 

Kommentar: 

Noch ungeklärt, ob dann fürs Zähneputzen Hochdruck-Reiniger verwendet werden müssen. Weiterhin, ob der abperlende Zahnschmutz unbedenklich geschluckt werden kann oder ausgespuckt werden muss, da Produkte aus der Nanotechnologie zur Oberflächenversiegelung in der vergangenen Woche zu Vergiftungserscheinungen führten. Dadurch könnte eine Wiederbelebung der weltweiten Spuck-Kultur erreicht werden und ungeahnte Rekorde im Kirschkern-Weitspucken können die Verkaufszahlen des Guiness Book der Rekorde beflügeln. Größter Erfolg kann in Ländern mit Neigung zu englischer Küche erwartet werden, da dort dann auf das obligatorische Mint-Jelly zu gebratenen Speisen wie Wildschwein dank der platzenden Nano-Mint-Partikel auf Dauer verzichtet werden kann. Ein Energiespar- und Umweltschutz-Effekt wird eher nicht erwartet, aber weitere Kreativ-Schübe gewisser Universtiäts-Fachabteilungen die auch weiterhin dazu beitragen wollen alle "Fünf Sinne" zu schärfen.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Nur im Doppelpack - Blinde Dogge mit Blindenhund sucht ZuhauseScreenshot von bbc-News mit den dänischen Doggen Lily und Maddison. Foto: sfr / Epochtimes Deutschland

Screenshot von bbc-News mit den dänischen Doggen Lily und Maddison.
Foto: sfr / Epochtimes Deutschland
Blindenhund für blinden Hund! Die Dänische Dogge Maddison hat eine besondere Aufgabe: Er kümmert sich um den blinden Hund Lily, ebenfalls eine Dänische Dogge. Zusammen suchen die in England lebenden Riesen ein neues Zuhause, doch bislang scheuen sich potenzielle Halter, zwei so große Hunde gemeinsam aufzunehmen, berichtet BBC-Online. Lily und Maddison seien unzertrennlich, appelliert der Hundeschutzbund der Grafschaft Shrewsbury, der sich der beiden seit Juli annimmt, an Leute "mit großem Herzen und großer Wohnung". Maddison weiche kaum von Lilys Seite, betont er. Die Hunde könnten still miteinander kommunizieren und führten gemeinsam ein glückliches Leben. (sfr)

Weitere Information: http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-shropshire-15409182

Artikel erschienen am 24.10.2011 in Epoch Times Deutschland

Samstag, 16. Februar 2013

Das Dilemma vom Sterben lassen

„Sterben lassen. Über Entscheidungen am Ende des Lebens“ Ralf J. Jox; Edition Körber Stiftung, 268 Seiten, Oktober 2011; ISBN: 978-3896840875
Berührt - und zwar äußerst unangenehm berührt - ist jeder Mensch, der mit dieser Frage konfrontiert ist. Es trifft jeden. Ob es um den eigenen Tod oder der von lieben oder eher schwierigen Angehörigen und Freunden geht, irgendwann ist jeder dran mit diesem so ur-menschlichen Thema, dem Sterben. Dann ist es gut, wenn man vorbereitet ist. 

Dank der modernen Medizin sterben in den industrialisierten Ländern zwei Drittel aller Menschen nicht mehr unerwartet, sondern absehbar und oft palliativ unter ärztlicher Begleitung. Oft sind Ärzte und Angehörige gefordert für einen Sterbenden zu entscheiden, ob weitere Maßnahmen noch sinnvoll sind oder das Leiden nur verlängern. Dann steht die Frage nach der Würde im Raum und nach der rechtlichen und moralischen Verantwortung und wie man als Angehöriger, als Arzt oder als Pflegepersonal mit der Entscheidung offen und gewissenhaft umgehen kann. Ob Therapiebegrenzung oder Ausschöpfung aller Möglichkeiten - die Entscheidung muss respektvollen und würdevollen Umgang aller Beteiligten miteinander ermöglichen. 

Donnerstag, 7. Februar 2013

Valentinstag geht auch fair: Fairer Handel - Fairer Valentinstag!

Rosen gehören zum Valentinstag wie Sonne zum Sommer.  Foto: Claudia35 / Pixelio
Um den Bedarf an mehreren Millionen Tulpen, Rosen, Nelken oder Lilien pro Jahr zu decken, kommen 90 Prozent der Schnittblumen aus dem Ausland zu uns. Sie werden vor allem aus Ostafrika und Lateinamerika eingeflogen. Das Wissen um die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen trübt jedoch die Freude an den bunten Sträußen: Die Arbeiter bekommen nur geringe Löhne und sind einem übermäßigen Einsatz von zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät deshalb nur Blumen mit den Siegel "Flower-Label-Program" (FLP) oder Rosen mit dem "fairfleurs"-Siegel von TransFair zu kaufen.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Die Burnout-Debatte

Wenn die Flamme erlischt …
Foto: Gerd Altmann / Pixelio
Das Thema Burnout beherrschte jüngst wochen- und monatelang die öffentliche Diskussion. Für die einen ist Burnout eine Modediagnose, für die anderen eine ernstzunehmende Erkrankung. Die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) klärt nun auf. 

Missverständnissen und irreführenden Sichtweisen rund um Burnout vermischen sich mit schädlichen psychosozialen Bedingungen unserer Arbeitswelt. Die DGPPN stellt in Kooperation mit der Stiftung Seelische Gesundheit der Öffentlichkeit das Positionspapier „Burnout - Der Preis für die Leistungsgesellschaft?" vor. Das Papier warnt vor einem unkritischen Gebrauch des Begriffs Burnout für quasi sämtliche psychischen Störungen, die im Zusammenhang mit einer Arbeitsbelastung stehen. Diese allumfassende Anwendung des Begriffs hat zwar zu einem offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen geführt. Betroffenen fällt es erkennbar leichter, ohne Scham über ihre psychischen Erkrankungen zu sprechen. Aber oftmals wird Burnout mit der schweren und nicht selten lebensgefährlichen Krankheit der Depression gleichgestellt. Damit drohe eine besorgniserregende Unter- oder Fehlversorgung der Betroffenen, so die Fachgesellschaft. 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Altruismus-Gen - Ist Sozialverhalten genetisch bedingt?

Altruismus ist etwas Heiliges. Foto: Dieter Schütz/Pixelio
Tun Sie Anderen gerne etwas Gutes? Falls ja, sind vielleicht Ihre Gene dafür verantwortlich. Das legen zumindest die Ergebnisse einer Studie nahe, die Forscher der Universität Bonn durchgeführt haben. Eine winzige Änderung in einer bestimmten Erbanlage geht demnach mit einer signifikant höheren Spendenbereitschaft einher. Personen mit dieser Änderung gaben im Schnitt doppelt soviel Geld für einen wohltätigen Zweck wie andere Probanden. 

Die Forscher um den Psychologen Professor Dr. Martin Reuter hatten ihre Studenten zu einem „Merkfähigkeitstest" eingeladen: Die rund 100 Teilnehmer sollten sich Zahlenfolgen einprägen und anschließend möglichst korrekt wiedergeben. Dafür bekamen sie die Summe von fünf Euro. Sie konnten ihr hart verdientes Geld im Anschluss mit nach Hause nehmen oder einen beliebigen Teil davon für einen wohltätigen Zweck spenden. Diese Entscheidung erfolgte freiwillig und in scheinbarer Anonymität. „Wir wussten aber stets, wie viel Geld zuvor in der Kasse gewesen war, und konnten daher den gespendeten Betrag errechnen", erklärt Reuter.

Montag, 10. Dezember 2012

Laotse - Wahre Worte


Wahre Worte sind nicht schön    

Wahre Worte sind nicht schön
Schöne Worte sind nicht wahr
Jene, die gut sind, streiten nicht
Jene, die streiten, sind nicht gut.
Jene, die wissen, haben kein breites Wissen
Jene, die breites Wissen haben, wissen nicht

Weise häufen nicht an
Je mehr sie anderen helfen, desto mehr haben sie
Je mehr sie anderen geben, desto mehr erhalten sie
Das Tao des Himmels
Nützt aber schadet nicht
Das Tao der Weisen
Hilft aber streitet nicht


Laotse, Tao Te King, Kap.81

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Die Wiedergeburt des Göttlichen - der Weg des Kommenden



Das Rote Buch von C. G. Jung


Was bedeutet es, wenn gerade in der jetzigen Zeit, fast 50 Jahre nach dem Tod des Psychoanalytikers C. G. Jung, die Faksimile seines bisher geheim gehaltenen Traumtagebuchs erscheint, ein gewaltiges Werk, sowohl in Größe und Gewicht, als auch inhaltlich? Niemand hatte es je zu Gesicht bekommen und dennoch durchzieht es alle seine Werke, er selbst nannte es den „Urstoff seines Schaffens": ein Vermächtnis, in seiner Art einzigartig und prachtvoll - ein Buch voller Schönheit in Sprache, künstlerischer Darstellung und innerer Vision. 

Amor triumphat!
C. G. Jung selbst legte dieses Werk in Form alter Prophezeiungen nieder, handschriftlich auf Pergament - ein in rotes Leder gebundenes Buch - das er sich eigens zu diesem einzigen Zweck hatte anfertigen lassen. Gemeint ist „Das Rote Buch" von C.G.Jung, dem Zu-Ende-Denker, dem Erfinder der „Archetypen", dem Begründer der modernen Psychoanalyse, der mit und an diesem einzigartigen Dokument 16 Jahre lang gedacht, geschrieben und gearbeitet hat.

Jungs Fragen nach dem Seelischen blieben nicht im Sinne Freuds, mit dem er viele Jahre im engen Austausch stand, im „Woher?" stecken, in der Suche nach der Ursache in der Vergangenheit, sondern zielt mit einem „Wozu?" in Richtung Zukunft. Seine Frage lautet: „Wie wird aus dieser so gewordenen Seele eine Brücke zur Zukunft geschlagen?" Das ist nicht mehr die Frage nach Schuld, weder eigener noch die der anderen der in immerwährend unselige Beziehungen verstrickten Seelen, sondern die Suche nach ihren Möglichkeiten über Schuld und Verstrickung hinauszuwachsen in eine Zukunft. 

Sicher hat Jung nicht ohne Grund diese wunderbare alte Form gewählt für diesen „Urstoff", den er aufwendig als sorgfältige Kalligraphie auf Pergament geschrieben hat - mystisch wie eine mittelalterlich illuminierte Handschrift. Seine in Tempera sorgfältig komponierten und handgezeichneten Illustrationen, die altertümliche Schrift in blasser Tinte, die aufwendigen Initialen und liebevoll gestalteten Girlanden überzeugen von der Wichtigkeit und Liebe, die dieses Werk auch für seinen Erschaffer hatte. 

Für ihn war es eine Prophezeiung für die Menschen wie der Titel seines ersten Buches schon sagt: „Der Weg des Kommenden". Darauf folgt der Abstieg der Seele in die Hölle und die Wiedererschaffung des Selbst, die Rückkehr zum wahren Sein - die Wiedergeburt des Göttlichen im eigenen Leben. 

„Das Rote Buch" ist eine faszinierende Niederschrift für Augenmenschen und jene, die bereit sind, mit dem Autor verschmelzend auf eine Reise zu gehen in die eigene Tiefe, die das Denken ängstigt und das Herz weitet und bereit macht für eine neue Sichtweise auf alles Seiende. 





Über C. G. Jung: 

C. G. Jung, 1875-1961, war einer der größten Psychoanalytiker des 20. Jahrhunderts. Zu Beginn seiner Laufbahn war er Schüler und Mitarbeiter Sigmund Freuds, von dessen Lehren er sich aber im Laufe seiner eigenen Forschungen und therapeutischen Tätigkeit abwandte. Zum Bruch mit Freud, der die Psychoanalyse begründet hatte. kam es 1912. Danach entwickelte Jung seine eigene „Analytische Psychologie". 

Sein Ziel war es, den Menschen ganzheitlich zu sehen, deshalb beschäftigte er sich vor allem mit den unbewussten, nicht-rationalen und transpersonalen Aspekten der Psyche. 



Artikel erschienen am 9.11.2009 in Epoch Times Deutschland