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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Gefahr aus dem 3-Wege-Kat

Ammoniak sieht man nicht! Foto: Harry Hautumm/pixelio.de
Autos mit 3-Wege-Kat sind längst nicht sauber wie bislang gedacht. Das zeigt eine Studie von Botanikern der Universität Bonn. Demnach pusten die „entgifteten“ Fahrzeuge große Mengen Ammoniak in die Luft – ein Gas, das beispielsweise bei der Viehhaltung entsteht und für den stechenden Geruch von Mist und Gülle verantwortlich ist. Dass Katalysatoren überhaupt nennenswerte Mengen Ammoniak produzieren, war bislang nahezu unbekannt.

Selbst Experten gingen davon aus, dass es sich dabei allenfalls um eine zu vernachlässigende Nebenreaktion handelt – eine Fehleinschätzung, wie die Messungen der Bonner Forscher und des TÜV zeigen. Gefahren für die Gesundheit gehen von den gemessenen Konzentrationen zwar nicht aus. In der Pflanzenwelt kann das Gas jedoch starke Schäden anrichten. Schon heute wachsen an viel befahrenen Straßen Moose und Flechten, die früher vorzugsweise an den Beton-Einfassungen von Misthaufen vorkamen. Andere Arten wurden dagegen weitgehend verdrängt.

Sonntag, 22. September 2013

Antibiotika in Getreide nachgewiesen

Gülle auf den Acker verbringen.     Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de
Antibiotika aus der Tierhaltung können durch die Gülle-Ausbringung auf den Feldern auch von Pflanzen aufgenommen werden und so in die menschliche Nahrung gelangen. Das geht aus einer Studie der Universität Paderborn im Auftrag des Düsseldorfer Verbraucherschutz-ministeriums hervor. Dabei bestehe die Gefahr, dass Krankheitserreger im menschlichen Körper nach der Aufnahme geringer Antibiotika-Dosen gegen die Medikamente resistent würden, warnte Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn.

Antibiotika könnten so auch in die Nahrungskette gelangen

Freitag, 20. September 2013

Ökostrom aus Biogas Biogas bietet neue Möglichkeiten

Jede Form von Biomasse kann zu Biogas vergoren werden. Im vergangenen Jahr war das oft die einzige Lösung um den Verlust zu mindern, hier am Beispiel verregneter Erdbeeren.
Foto: apn Photo/Felix Kaestle
Strom aus Biogas – das ist auch für kleinere Anlagen inzwischen realistisch, denn es gibt neue technische Verfahren. In Verbindung mit Stadtwerken und mittelständischer Industrie ist die Verwendung von Biogas auch als Gas- und Wärmelieferant möglich. Konsequenter Einsatz moderner verfahrenstechnischer Lösungen wie effizienter Aufbereitungs- und Mischtechnik, Einsatz von Hilfsstoffen und der Nutzung neuer Online-Messverfahren, lässt Biogas in Deutschland und auch weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Montag, 3. Dezember 2012

Effizientere Biogas-Anlagen - Hohes Potential für Energieversorgung der Zukunft

Biogas-Anlage  Foto: Philipp Pohlmann/Pixelio
Mit über 700 Biogas-Anlagen und einer installierten elektrischen Leistung von rund 203 MW nimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in der Biogas-Produktion in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ein. Gesetzliche Rahmenbedingungen und eine intensive Forschung sorgten in den vergangenen Jahrzehnten dafür, dass der Aufbau einer effizienten Biogas-Produktion möglich wurde.

„Jetzt gilt es die Vorreiterrolle auszubauen und weltweite Netzwerke zu nutzen, um die Biogas-Erzeugung und -Nutzung vor dem Hintergrund der globalen Ernährungssicherung und dem Schutz der Umwelt weiter zu optimieren“, so Dr. Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim.

Im internationalen Vergleich besitzt Deutschland auch noch ein Potenzial, das es bisher kaum ausreizte: Abfälle und landwirtschaftliche Reststoffe. Bislang werden Gülle und Mist nur zu 15 Prozent genutzt, während die Nutzung von Energiepflanzen in Biogas-Anlagen in Deutschland besonders weit fortgeschritten ist.