Dienstag, 25. März 2014

Zucker - Gift für die Nerven? Ketogene Gesundheit im Trend

Gefährlich süß?  Foto: Tim Reckmann/pixelio.de


Hitzige Diskussionen über ein Zuviel oder ein Zuwenig von Einfach-Zucker oder Kohlenhydraten überhaupt überziehen seit Jahren die deutschen Lande. So wie einst der Herz-Spezialist Atkins eine Nahrungsumstellung zur Genesung empfahl und bis heute als "Diät-Papst" auf übelste Weise geschmäht und verleumdet wird, so geht es heute auch Krebsspezialisten wie Coy oder Nervenärzten der Charité und weltweit, die eine Umstellung der Ernährung fordern auf kohlehydratarme Kost aber in jedem Fall auf Zucker zu verzichten. 

Zucker kann, so die aktuelle These, den oxidativen Stress im Gehirn erhöhen und damit verursachen, dass giftige Substanzen im Gehirn entstehen, die schlecht oder gar nicht abgebaut werden können. Dieser Zuckerkonsum kann also längerfristig bei dafür empfindlichen Menschen deren Nervenkrankheiten wie MS, Demenz oder andere hirnorganische Störungen verschlimmern. Deshalb erhoffen sich die Forscher entsprechenden Verbesserungen bei ketogener, also kohlehydratarmer Ernährung - wie bei Krebs bereits bestätigt.

Eine intelligente Sendung des NDR im Herbst 2013 soll hier deshalb noch einmal erwähnt und empfohlen werden, denn sie nennt die aktuellen Ansätze und Studien zu LowCarb und ketogener Ernährung in Deutschland.

Wie kann ketogene Ernährung helfen?

Was ist ketogene Ernährung?

Ketogene Ernährung bedeutet, dass der Körper selbst Zucker produziert, sogenannte Ketone oder Keton-Körper. Das geschieht beim Fasten meist ab dem dritten Tag, wenn plötzlich kein Hunger mehr da ist. Oder aber dauerhaft, wenn man täglich unter 20 Gramm Kohlehydrate bleibt oder die persönliche Schwelle herausfindet, wieviel Gramm Kohlehydrate man zu sich nehmen kann ohne die Keton-Produktion damit zu blockieren. Bei Sportlern kann diese Schwelle sogar zwischen 60-80 Gramm Kohlehydrate liegen, dann müssen sie aber ballaststoffreich sein.

Den Zustand nennt man Ketose - nicht zu verwechseln mit der für Diabetiker lebensgefährlichen Keto-Azidose.

Freitag, 28. Februar 2014

Heidekraut jetzt schneiden für besseres Wachstum

Heidekraut in allen Farben. Foto: K:Hoernlein/Pixelio
Wenn man überlegt, wo Heidekraut wächst, wird schnell klar, dass es im spätenWinter und im frühen Frühjahr für die ausgehungerten Heidschnucken, Rehe und alle wilden Vegetarier eine Delikatesse ist, Heidekraut unter dem Schnee raus zu scharren und zu fressen. Und bevor jetzt bald das neue Grün als Futter zur Verfügung steht, ist Heidekraut für viele eine schlichte, schmackhafte Überlebensstrategie. Der Verbiss durch die Tiere ist also das Äquivalent zum Rückschnitt durch den Heide-Gärtner. Regelmäßiger Rückschnitt ist die Bedingung für einen schönen Heidegarten.

Ein guter Rückschnitt bedeutet, die Blütenstängel bis ins Grün zurück zu schneiden schneiden. Es entstehen kleine runde - aber grüne Puschelchen, die etwas verspielt wirken und gar nicht mehr an das verblühte Heidekraut von vorher erinnern. Aber schon Ende Mai oder Anfang Juni treiben sie wieder aus und bedanken sie mit kräftigem, buschigem Wuchs. Jetzt sparsam Dünger geben - gerne auch Rhododendron-Dünger - und die Heide wird im Spätsommer wieder prächtig blühen.

Dienstag, 11. Februar 2014

Mehr Korruption durch Zeitdruck und Habgier?


Schmiergeld?  Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio
Mit Hilfe eines realitätsnahen Planspiels hat Dr. Tanja Rabl, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Bayreuth, ein Modell für korrupte Handlungsweisen konzipiert.

Auf der Grundlage dieser Simulation, die jene in der Forschung diskutierten Erklärungsansätze weiterentwickelt, hat Rabl eine empirische Untersuchung durchgeführt. Dieses Planspiel simuliert realitätsnah die alltäglichen Geschäftspraktiken in Unternehmen, lässt sich aber ebenso auf öffentliche Verwaltungen oder Non-Profit-Organisationen anwenden.

Rund 200 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vorwiegend Studierende aus Fächern mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Bezug, nahmen an dem Planspiel teil. Dabei sahen sie sich unter verschiedenen Bedingungen mit der Versuchung konfrontiert, andere Unternehmensmitarbeiter zu bestechen oder aber sich selbst bestechen zu lassen - sei es mit Geld oder anderen Vergünstigungen. In einigen anderen Studien hatte sich gezeigt, dass diese Probandengruppe oftmals ähnlich entscheidet und agiert wie tatsächliche Entscheidungsträger in Unternehmen.

Situationsbedingte Faktoren: Bestechungsgelder - Zeitdruck - Leitbilder

Eurobarometer: Europäer bevorzugen Komplettangebote für Internet, Telefon und Fernsehen

Screenshot des Eurobarometer.


Jeder vierte europäische Haushalt bezieht seinen Internet-, Telefon- und Fernsehanschluss als Komplettpaket aus einer Hand, dies geht aus einer neuen Eurobarometer-Umfrage hervor. Weiter ergab die Umfrage, dass 65 Prozent der Mobilfunknutzer ihre Anrufe aus Kostengründen beschränken und dass Anrufe über das Internet immer beliebter werden. Die Umfrage zur elektronischen Kommunikation in Privathaushalten wurde vom 9. Februar bis 8. März 2011 durchgeführt. Befragt wurden 27 000 Haushalte, die eine repräsentative Stichprobe der EU-Bevölkerung darstellen.

Montag, 10. Februar 2014

Cola verlangsamt Gehirnentwicklung

Foto: www.Rudis-Fotoseite.de/pixelio.de
Kinder und Jugendliche trinken Cola und Energy Drinks. Davor zu warnen ist uncool. Der durchschnittliche Koffeinkonsum von Kindern und Jugendlichen ist in den letzten 30 Jahren um über 70 Prozent gestiegen. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht, denn am steilsten wächst der Umsatz der Getränkeindustrie im Segment der koffeinhaltigen "Energy Drinks". Doch die Freude über dieses Umsatzwachstum hat einen bitteren Beigeschmack wegen möglicher Gesundheitsschäden, die der Wachmacher bei Cola-Kindern und Red Bull-Teens verursachen könnte.

Die Schweizer Forscher um Reto Huber vom Kinderspital Zürich liefern der Debatte nun neue Argumente. In ihrer kürzlich publizierten Studie an Ratten sind sie zu Resultaten gelangt, die erneut zur Vorsicht mahnen: Bei pubertierenden Nagetieren führt ein Koffein-Konsum, der auf den Menschen umgerechnet drei bis vier Tassen Kaffee oder zwei Gläsern Cola pro Tag entspricht, zu vermindertem Tiefschlaf und einer verzögerten Hirnentwicklung.

Glückstherapie senkt Blutdruck

Ein Hotdog macht glücklich, aber senkt es zukünftig auch den Blutdruck? Foto: gerwitt/Pixelio


Ist Glück nur ein chemisches Ereignis im Gehirn? Das körpereigene Hormon Dopamin löst Glücksgefühle aus. Seine Bildung wird unter anderem angeregt durch die Wohlfühl-Klassiker Sex, Drogen oder Essen. Das Gehirn gibt sich jedoch nicht zufrieden mit einem Kick: es erinnert sich an den Glückszustand und will ihn immer wieder erreichen. Dopamin beeinflusst also unsere Entscheidungen so, dass wir immer wieder und noch mehr Glücksmomente erleben können.

Nun hat ein Forschungsteam um ETH-Professor Martin Fussenegger vom Departement Biosysteme in Basel einen Weg gefunden, das Dopamin-System des Körpers therapeutisch zu nutzen. Die Forscher haben ein neues genetisches Modul geschaffen, das sich über Dopamin steuern lässt. Der Glücksbotenstoff setzt dieses Modul dosisabhängig in Gang. Als Antwort auf eine Erhöhung des Dopamin-Pegels im Blut produziert das Modul einen gewünschten Wirkstoff.

Sonntag, 9. Februar 2014

Studie beweist: Leinsamen kann Leben retten

Leinsamen Gold oder in Braun, geschrotet, ganz oder als Öl: Immer ein Geschenk der Natur für die Gesundheit. Foto: SFR
Wer seinem Essen Leinsamen zufügt, senkt seinen Bluthochdruck und tut sich Gutes. Da Bluthochdruck ein Risikofaktor für viele chronische Leiden und Krankheiten ist, gilt auch hier: "Versuch macht kluch."

Im November 2012 wurde der American Heart Association Scientific Sessions eine Studie vorgestellt, bei der dieses gesunde Lehrstück der Natur sogar bei den extrem gefährdeten Arteriosklerose-Patienten gelang. Arteriosklerose (Arterienverkalkung) ist eine schleichende Erkrankung der Blutgefäße mit schwerwiegenden Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, pAVK, mit Ablagerungen in den Gefäßwänden, die zu Verhärtungen führen. Diese Verhärtungen mindern die Elastizität der Gefäße, die bei hohem Blutdruck besonders benötigt wird. Gefäße können im unelastischen Zustand reißen oder verstopfen (Thrombose).

Dr. Delfin Rodriguez vom kubanischen Universitätskrankenhaus Holguin bewies in seiner 6-monatigen Doppelblind-Studie, dass die Zugabe von nur 30 Gramm geschrotetem Leisamen pro Tag bei Patienten mit solch einer peripheren Gefäßerkrankung PAD den Bluthochdruck signifikant senkte,wie Medscape berichtet.

Candida albicans braucht Zink!

Zwei Kolonien des krankheitserregenden Hefepilzes Candida albicans gewannen den zweiten Platz beim Fotowettbewerb der Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft. Foto: François Mayer
Der Pilz Candida albicans ist ein täglicher Begleiter des Menschen: im Mund, im Rachen oder im Verdauungstrakt. Doch bei einem angeschlagenen Immunsystem kann er sich im menschlichen Gewebe verbreiten und Infektionen verursachen. Dazu benötigt er unter anderem Zink. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Duncan Wilson ist es dem Italiener Dr. Francesco Citiulo aus der von Hube geleiteten Abteilung für Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen gelungen zu dokumentieren, wie sich der Pilz mit lebenswichtigem Zink versorgt: Da die Wirtszelle Nährstoffe unter Verschluss hält, um den Pilz abzuwehren, benötigt dieser einen Helfer. Ein Molekül, das aus der Pilzzelle ausgeschieden wird, außerhalb – also im Wirt – Zink bindet und dieses einem Rezeptor übergibt. Der Rezeptor sitzt an der Außenwand der Pilzzelle und schleust das Zink hinein. Dieser Vorgang wurde bereits für das ebenfalls lebensnotwendige Element Eisen beschrieben, für Zink jedoch nicht. Diesen Beitrag zeichnete die Stiftung der DMykG mit dem Publikationspreis und einem Preisgeld von 1.000 Euro aus.

Samstag, 8. Februar 2014

Psychoaktive Hormone - Übergewicht und Stress sind schlecht fürs Herz

Psychoaktive Botenstoffe aus dem Fettgewebe
setzen dem Herz ganz schön zu. Foto: Gerd Altmann/Shape:photoshopgraphics.com / Pixelio
Fettgewebe, vor allem Bauchfett, ist nicht nur entsprechend dem heutigen Geschmack häßlich, nein, es ist äußerst gesundheitsabträglich. Es ist nicht nur ein Energiespeicher für schlechte Tage sondern äußerst aktiv. Das Fettgewebe, vor allem am Bauch, produziert eifrig Hormone und Botenstoffe. Diese mit den psychoaktiven Substanzen der Cannabis-Pflanze verwandten körpereigenen Botenstoffe - die Endo-cannabinoide - wirken nicht nur im Hirn, sie begünstigen die Entwicklung von Herzinfarkten. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie. 

Übergewicht wird in den Industrieländern zunehmend zur Volkskrankheit. Heute schon schleppt knapp ein Drittel der Menschen zu viele Kilos mit sich herum, Tendenz steigend. Wenn sich diese Menschen auch noch wenig bewegen und beruflich unter starkem Stress stehen, steigt ihr Risiko für einen Herzinfarkt zunehmend.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Der Weg der Liebe - Luxemburg-Hochzeit als Inspiration für Europa

Guillaume und Stéphanie von Luxembourg. 
Foto: Frankie Fouganthin/Wikipedia

Stilvoll, romantisch, berührend – das ist eine Kurzbeschreibung der Hochzeit von Luxemburgs Thronfolger Erb-Großherzog Guillaume (30) von mit Gräfin Stéphanie de Lannoy (28) im Herbst vergangenen Jahres.

Zukunftsweisend nicht nur für das glückliche Paar und nicht nur für das kleine luxemburgische Volk sondern für ganz Europa und darüber hinaus war die mitreißende und sehr gekonnte Ansprache von Erz-Bischof Jean-Claude Hollerich S.J. Der Jesuit bezog sich auf die vom Brautpaar gewünschte Lesung der Bergpredigt und 1.Korinther 13: Das Hohe Lied der Liebe.

„Liebe Stéphanie, lieber Guillaume, gestattet mir diese persönliche Anrede jenseits des Protokolls, denn eure Taufnamen liegen Gott am Herzen. Unter diesen euren Taufnamen hat er euch in das Buch des Lebens eingetragen.

Heute, vor der ganzen Kathedrale, bezeugt ihr eure Liebe und eure gegenseitige Treue vor Gott. Und das in einer Zeit, wo auch in Luxemburg viele Männer und Frauen leiden unter Trennung und Scheidung. Zu einer Zeit, wo viele unter der Verletzung der Liebe leiden und deswegen nicht mehr an sie glauben. Dafür ist eure Hochzeit ein Zeichen der Hoffnung gerade auch junger Menschen. Eurer Gelübde wird damit als ein Zeichen der Hoffnung gesetzt, in Luxemburg und überall sonst.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

SMS-Attacke auf das Handy

Eben funktionierte der Empfang noch tadellos, im nächsten Moment ist das Netz weg oder das Handy abgestürzt. Mobilfunkkunden, denen das passiert, müssen damit rechnen, einer SMS-Attacke ausgesetzt zu sein. Denn: Nicht nur sogenannte Smartphones werden angegriffen, sondern auch weit verbreitete Handy-Modelle mit einfacheren Funktionen - und das mit Erfolg. Erforscht haben das Collin Mulliner und Nico Golde vom Fachgebiet Security in Telecommunications (SECT) der TU Berlin.

Rund 4,6 Milliarden Menschen nutzen die als „Feature Phones" bezeichneten kostengünstigen Geräte großer Hersteller. Für ihre Studie testeten die TU-Informatiker bekannte Handymodelle von Nokia, Samsung, Motorola, Sony-Ericsson, Micromax und LG, die zwar über verschiedene Multimedia-Fähigkeiten und einen Internet-Zugang verfügen, aber nicht als Smartphones gelten. „Aufgrund der hohen Verbreitung interessierten uns ‚Feature Phones' ganz besonders", erklärt Mulliner, der als Doktorand am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik arbeitet. Gemeinsam mit Masterstudent Nico Golde gelang es ihm, die Handys von Mobilfunknetzen zu trennen, Geräte komplett zum Absturz zu bringen oder gar mit SMS auszuschalten.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Friedliche Katastrophe: Wenn der Strom ausfällt …

Foto: Guenter Hamich/pixelio.de
Stromausfälle in Europa und Nordamerika haben in den letzten Jahren einen nachhaltigen Eindruck von der Verletzbarkeit moderner Gesellschaften gegeben. Verantwortliche in Politik und Wirtschaft und jeder Einzelne sind angesichts des Horrorszenarios Stromausfall zur Vorsorge gedrängt.

Strom ist allgegenwärtig: Telefon, Kühlschrank und Licht funktionieren nur dank ständiger Energiezufuhr. Wir sind angewiesen auf eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für Ampeln, U-Bahnen und Wasserwerke, Krankenhäuser, Computer und Industrieproduktion. Welche katastrophalen Folgen ein großflächiger und langandauernder Stromausfall hätte, zeigen KIT-Forscher in ihrer neuesten Studie.

Montag, 16. Dezember 2013

Ökobilanz der Kunststoff-Abfälle nicht optimal

Alles so schön bunt hier! Foto: Guenter Hamich/pixelio.de
In Deutschland wird immer mehr Kunststoff verbraucht. 2011 wurden laut Angaben 10,62 Mio. Tonnen Kunststoff-Werkstoffe hergestellt, beispielsweise Verpackungen. Das sind  7,6 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Doch auch die Menge der Kunststoff-Abfälle stieg um 10,5 Prozent auf 5,45 Mio. Tonnen. Erfreulich daran ist, dass von dieser Menge 99 Prozent stofflich oder energetisch verwertet wurden.

Unterschiede bei der stoffliche Verwertung

Die Höhe der werkstofflichen Recyclingquote lag bei Abfällen aus der Kunststoff-Erzeugung und Kunststoff-Verarbeitung im Jahr 2011 bei 90 Prozent, da Kunststoff-Abfälle der Industrie meist sauber und sortenrein anfallen.

Kunststoff-Abfälle aus privaten Haushalten wurden nur zu 34,6 Prozent stofflich verwertet, Kunststoff-Abfälle aus dem gewerblichen Endverbrauch nur zu 30 Prozent.

Für den Umweltschutz macht es Sinn, mehr Alt-Kunststoffe aus dem Restmüll „abzuschöpfen“ und einer möglichst hochwertigen werkstofflichen Verwertung zuzuführen. Denn diese Verwertung ist, so die Ökobilanz, meist die umweltgünstigste Entsorgungsvariante.

 Quelle: BMU

Samstag, 14. Dezember 2013

Du bist peinlich! Scham sitzt im Gehirn bei Mitgefühl

Vor Scham die Hände vorm Gesicht.              Foto: Jerzy/Pixelio

Wenn man sich für andere schämt, sind vergleichbare Gehirnareale aktiv, wie wenn man den Schmerz anderer nachempfindet. Das ist das Resultat einer aktuellen Studie zu den neuronalen Grundlagen des Fremdschämens, die Wissenschaftler der Philipps-Universität veröffentlichten. Die Autoren um Dr. Sören Krach und Frieder Paulus berichten darin über Ergebnisse, die sie mittels Verhaltensexperimenten und funktionaler Magnet-Resonanzbildgebung (fMRT) erzielt haben.

Unterhaltungssendungen wie „Deutschland sucht den Superstar" oder „Stromberg" erfreuen sich großer Beliebtheit - sie liefern Fremdschämen dank peinlicher Situationen frei Haus, auch ohne dass die Betroffenen selbst etwas davon mitbekommen. „In sozialen Interaktionen ist es von so großer Bedeutung, das Gesicht nicht zu verlieren, dass man sich schämt, wenn man sich im Geiste in die Lage eines anderen versetzt, die von außen betrachtet peinlich erscheint", schreiben die Autoren der aktuellen Studie.

Freitag, 13. Dezember 2013

Mehr Lebensqualität durch Qi-Management

Mehr Lebensqualität statt Stress!  Foto: rafiki/pixelio.de
Bessere Arbeitsergebnisse und eine höhere Lebensqualität – das Modell des Qi Managements verknüpft asiatische Philosophie mit modernen Managementwissen und Stressbewältigungstechniken. Dr. Jürgen K. A. Gottschalck, Professor für Einkauf und Logistik an der Hochschule Pforzheim, und Dr. Alfons Heinz-Trossen, Dozent, Unternehmensberater und Psychotherapeut, entwickelten eine Managementstrategie deren Grundlage die Maxime „Der Weg ist das Ziel“ bildet.

Das Konzept verknüpft asiatische Erfahrungen und Methoden der Stress-Bewältigung mit westlichen Kennzahlenmodellen, verbindet die Philosophie der asiatischen Kampftechnik mit dem Arbeitsalltag des Managers. Ziel des Qi Managements: Optimaler Erfolg bei größere Zufriedenheit!

Honig wirkt wo Antibiotika versagen

Manche Blütenpollen haben es in sich. Foto: Angelina Ströbel/pixelio.de
Lange als Ammenmärchen der Volksheilkunde belächelt, wird seit Jahren in verschiedenen medizinischen Studien dem vielgeliebten süßen Gold der Honigbienen auch in der naturwissenschaftlichen Schulmedizin Ehre zuteil. Die Heilkraft des Jahrtausende alten Hausmittels wird von Forschern in verschiedenen Studien bewiesen. Mehr noch, Honig gilt inzwischen als ein Heilmittel der Zukunft, denn Honig kann, was Antibiotika nicht können und wird bereits in Kliniken auch in Deutschland erfolgreich eingesetzt.

Antibiotika verdrängten Altbewährtes

Noch in den letzten Weltkriegen sorgten Umschläge mit Honig dafür, dass Verletzungen der Soldaten besser heilten. Die modernen Antibiotika verdrängten aber mehr und mehr das Hausmittel. Doch hat sich die Situation inzwischen geändert, da wir in Kliniken mit Keimen konfrontiert sind, die gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent sind, die so genannten multiresistenten Keime.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

In Zukunft besserer Schutz vor elektromagnetischen Feldern?


Plasma im elektromagnetischen Feld.
Foto: Th. Reinhardt/pixelio.de
Nach langem Zögern hatte am 3. Mai 2013 das Bundeskabinett die Änderungsverordnung nach Maßgabe des Bundesrats verabschiedet.

In der heutigen Umwelt sind die Menschen zunehmend elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Alle Anwendungsbereiche elektrischer Energie sind mit niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern verbunden, auch bei der Strom-Übertragung. Deshalb soll die neue Änderungsverordnung besser für Schutz und Vorsorge vor gesundheitlichen Auswirkungen nichtionisierender Strahlung beim Ausbau der Übertragungsnetze im Hoch- und Höchstspannungsbereich sorgen.
Zur Gesundheitsvorsorge wird beim Bau neuer Strom-Trassen künftig die Überspannung von Wohngebäuden untersagt. Auch sollen beim Ausbau der Strom-Netze elektrische und magnetische Felder minimiert werden. Wie die  allgemeine Verwaltungsvorschrift dazu aber aussehen wird, und wie sie dann zu interpretieren ist, ist offen. Das kann auch für Privatleute spannend werden, da auch Änderungen bei Hochfrequenz-Anlagen und Funk-Anlagen vorgesehen sind.
Quelle: BMU

Sonntag, 1. Dezember 2013

Nemo ist keine Geschenk für Kinder!

Thommy Weiss/pixelio.de

Die Geschichte des jungen Clownfisch Nemo, der rund um das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens die wildesten Abenteuer erlebt, obwohl er seit seiner Geburt eine lahme Flosse hat. Nemo wird an seinem ersten Schultag auf dem Weg zur Schule von einem Wochenend-Taucher entführt. Sein Vater begibt sich auf die gefährliche Suche nach ihm. Dies ist der Startschuss zu einer faszinierenden Reise durch die Unterwasserwelt, in der auch der Spaß-verliebte Zuschauer ganz beiläufig so einiges über Naturzusammenhänge und Umweltverschmutuzung lernt.

Mit Hilfe einer verrückten Gang von tropischen Fischen kommt der kleine Nemo schließlich frei - durch den Abfluss des Waschbeckens einer Zahnarztpraxis. Dies sollte aber niemand mit seinen Fischen nachmachen.

Film und Wirklichkeit

"In Wirklichkeit haben tropische Meeresfische in der Kanalisation keine Überlebenschancen", erklärt Roland Melisch vom WWF Deutschland. Ganz im Gegenteil: "Wer seinen Zierfisch daheim die Toilette herunterspült, schenkt ihm nicht die Freiheit, sondern schickt ihn in den sicheren Tod." In Amerika, wo der Film im Sommer 2003 bereits mit Erfolg gelaufen war, traten laut Nachrichtensender CNN reihenweise Kinder an die heimische Kloschüssel, um ihre Zierfische mittels Spülung dem berühmten Clownfisch aus dem Kino folgen zu lassen.


Sonntag, 3. November 2013

Evolution als Flickschuster: Wie neue Gene entstehen

"Bei Mais etwa gibt es Gewebe, in denen fast ausschließlich zyklischer Elektronenfluss stattfindet. Daneben könnte man bei bestimmten einzelligen Grünalgen auch über die Manipulation des zyklischen Elektronentransports  nachdenken, um die Produktion von Wasserstoff als erneuerbare  Energieform zu verbessern", so Leister.   Foto: GerdaB./Pixelio
Bestimmte Zellbestandteile, etwa die Chloroplasten und Mitochondrien, verfügen über eigenes genetisches Material. Sie stammen von ehemals freilebenden Cyanobakterien oder Proteobakterien ab, die vor Jahrmillionen von Wirtszellen aufgenommen wurden. Mittlerweile aber liegt der Hauptteil ihres genetischen Materials im Zellkern.

In einer kürzlich in der Fachzeitschrift "Trends in Genetics" erschienenen Arbeit zeigt ein Team um Professor Dario Leister, Lehrstuhl für Botanik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, dass durch Übernahme, Anpassung und Veränderung des genetischen Materials der Organellen neue zelluläre Gene entstehen können.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Notfall! Wie man Pferde mit einem Blasebalg rettet

Ein ausgewachsenes Pferd benötigt fünf bis sechs Liter Luft pro Atemzug. Bei einer künstlichen Beatmung muss dieses Volumen zur Verfügung gestellt werden. Foto: Vetmeduni Vienna
Pferde sind stattliche Tiere. Ihre medizinische Behandlung erfordert nicht nur besondere Kenntnisse sondern auch die passenden Gerätschaften. Da Pferde ein entsprechend großes Lungenvolumen besitzen, ist eine künstliche Beatmung im Notfall gar nicht so leicht zu bewerkstelligen. Während in Kliniken geeignete Beatmungsgeräte vorhanden sind, fehlen diese im Ernstfall überall dort, wo Pferde sich sonst aufhalten: im Stall, auf der Koppel, im Wald, während des Transports auf der Autobahn, etc...

Der Blasebalg der Leben rettet

Yves Moens und seine Mitarbeiter von der Klinischen Abteilung für Anästhesiologie und perioperative Intensivmedizin entwickelten eine handliche Beatmungspumpe für Großtiere. Mit diesem einfachen Gerät können Tierärzte auf dem Feld rasch und unkompliziert Tiere beatmen und reanimieren. Das Gerät ist ähnlich konstruiert wie ein Blasebalg mit dem man Luftmatratzen aufpumpt und genauso einfach zu transportieren und unkompliziert zu bedienen. Erleidet ein Pferd auf der Weide einen Atemstillstand, zum Beispiel während einer Operation, kann der Tierarzt vor Ort das Tier intubieren. Das bedeutet, einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre des Tieres einführen. Danach wird die Beatmungspumpe angeschlossen und mit dem Fuß betätigt.