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Samstag, 16. Februar 2013

Das Dilemma vom Sterben lassen

„Sterben lassen. Über Entscheidungen am Ende des Lebens“ Ralf J. Jox; Edition Körber Stiftung, 268 Seiten, Oktober 2011; ISBN: 978-3896840875
Berührt - und zwar äußerst unangenehm berührt - ist jeder Mensch, der mit dieser Frage konfrontiert ist. Es trifft jeden. Ob es um den eigenen Tod oder der von lieben oder eher schwierigen Angehörigen und Freunden geht, irgendwann ist jeder dran mit diesem so ur-menschlichen Thema, dem Sterben. Dann ist es gut, wenn man vorbereitet ist. 

Dank der modernen Medizin sterben in den industrialisierten Ländern zwei Drittel aller Menschen nicht mehr unerwartet, sondern absehbar und oft palliativ unter ärztlicher Begleitung. Oft sind Ärzte und Angehörige gefordert für einen Sterbenden zu entscheiden, ob weitere Maßnahmen noch sinnvoll sind oder das Leiden nur verlängern. Dann steht die Frage nach der Würde im Raum und nach der rechtlichen und moralischen Verantwortung und wie man als Angehöriger, als Arzt oder als Pflegepersonal mit der Entscheidung offen und gewissenhaft umgehen kann. Ob Therapiebegrenzung oder Ausschöpfung aller Möglichkeiten - die Entscheidung muss respektvollen und würdevollen Umgang aller Beteiligten miteinander ermöglichen. 

Freitag, 7. Dezember 2012

Internet-TV-Serie der Asklepios Kliniken feierte Jubiläum

Seit 2008 produziert ein ehrenamtliches Team engagierter Krankenhaus-Funker unter der Aufnahmeleitung von Wolfgang Thomas die innovative und bislang einzigartige Video-Reihe, die seither eine ständig wachsende Fan-Gemeinde hat. Das Themenspektrum reicht von der „Adipositas-Chirurgie“ über „Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sexualität“ bis zu „Verspannungen und Rückenschmerz“ – und jede Woche kommt ein neues Thema hinzu.

Im Interview mit der Moderatorin Theresa von Tiedemann fassen Asklepios-Experten die Inhalte und Fragen ihrer vorangegangenen Hanseatischen Nachtvorlesungen zusammen – sowohl für die Besucherinnen und Besucher dieser beliebten kostenlosen Veranstaltungsreihe, als auch für diejenigen, die diesen Termin verpasst haben und trotzdem mehr über das behandelte Thema wissen möchten. Dabei ist die Länge des Interviews allein dem jeweiligen Thema angepasst – ein großer Vorteil gegenüber den starren Sendeabläufen der TV-Magazine, der in Zuschauerumfragen immer wieder gelobt wird. So gibt es unter den 100 Sendungen sogar einige Beiträge, die sich über eine halbe Stunde einem Thema widmen – eine Zeitspanne, die jedes Aufklärungsgespräch und erst recht jeden TV-Beitrag sprengen würde. Doch gerade diese Themen sind es oft, die bei den Zuschauern die größte Resonanz finden und endlich deren drängende Fragen beantworten.

Zu finden auf den Internetseiten der Hamburger Asklepios Kliniken und auf den Videoportalen Youtube und Dailymotion. Wer nicht verpassen möchte, wenn ein neues Video online ist, kann sich per Twitter-Feed „Asklepios_HH“ oder über die Facebook-Seite „Asklepios“ informieren lassen. (idw-online/sfr)
Artikel erschienen am 02.03.2011 in Epoch Times Deutschland

Samstag, 17. November 2012

Leben ohne Tod? Licht- und Schattenseiten des ewigen Lebens

Foto: Tobias Kunze /pixelio.de
Jeder Mensch will wissen, was mit ihm passiert, wenn er stirbt. Diese große Furcht vor der vollständigen Auslöschung, dass nichts von einem Menschen, einem Leben übrig bleibt, die treibt alle Menschen um. Immer. Ständig. Mal mehr und mal weniger bewusst, abhängig vom jeweiligen Grad der Verdrängungsfähigkeit. Das ist der Stand der Atheisten und der Wissenschafts-Gläubigen. Und so greifen die mit der Furcht jene an, die einen Glauben haben an einen Himmel oder Wiedergeburt und mit diesem Glauben nicht nur Halt sondern Angstfreiheit gewinnen können.

Daher auch der Trend in der Medizin, den Menschen ein immer längeres, schmerzfreies und glückliches Leben ermöglichen zu wollen. Und tatsächlich wollen viele Menschen ewig leben.

Doch selbst aus philosophischer Sicht hat der Menschheitstraum von der Unsterblichkeit Schattenseiten. "Es würde langweilig und einsam, wenn ein unsterblicher Mensch im Diesseits keine Beziehungen zu anderen Unsterblichen hätte", erläutert US-Philosoph Prof. Dr. John Martin Fischer. "Quälend würde es auch, wenn ein ewig lebender Mensch keine sinnvolle Aufgabe hätte, nicht gesund wäre und keine ewig stabile Persönlichkeit hätte",