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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Bio-Kraftstoffe aus Algen

Energieversorgung der Zukunft: Algen als Energieträger für Biokraftstoffe Foto: TUHH/IuE
Algen fressen Kohlendioxid und liefern Bio-Kraftstoff. Aber wirtschaftlich ist es bislang nicht. Nun sollen in einem neuen Bioraffinerie-Konzept auch die Nebenprodukte, die bei der Kultivierung und Nutzung von Algen anfallen, weiter verwertet werden, damit sich die Gewinnung von Algen-Kraftstoff in Zukunft lohnt.

Was Algen für den Klimaschutz so attraktiv macht, ist die Fähigkeit CO2 zu binden und ihn wesentlich schneller als Bäume und Energiepflanzen in Biomasse umzuwandeln. Gelingt es, diese Biomasse energetisch zu nutzen - als Biogas oder Biodiesel -, dann trägt dies zu einer Energie-Versorgung bei, die das Klima nicht weiter aufheizt; gilt doch Biomasse bei der Verbrennung als CO2-Neutral. Außerdem sind diese Mikro-Algen keine Konkurrenz zu Lebensmittelnaber ihre Inhaltsstoffe Lipide und Stärke können zu Biogas und Ethanol umgewandelt werden. Auch für die Pharma-Industrie sind Algen von Interesse, da sie antivirale Substanzen bilden können. Es gibt auch Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmitteltechnologie oder für das Recycling von Seltenen Erden.

Freitag, 27. September 2013

Will die EU Energie doch dezentral organisieren?

Mini-Windkraft-Turbinen auf einem Haus in London. Foto: Judith
Völlig entgegengesetzt zu den Partei-Parolen von EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger (CDU), hat die EU eine Entschließung zur Annahme vorgelegt, die Strom- und Wärme-Erzeugung in kleinem und kleinstem Maßstab vorsieht zur Sicherung der Verbraucher vor Energie-Armut.

Während Oettinger, nach Äußerungen der SZ von März 2013 - Freitagsausgabe -  von der Wiederauflage der Förderung für Atomkraftwerke AKW sprach, plädiert das EU-Parlament in seinem Antrag für Mini-Blockheizkraftwerke, Biomasse-Anlagen und Photovoltaik, genau wie Kleinwindkraftanlagen für Privatpersonen, Gruppen und Kommunen. Ziel ist es, eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten und damit eine bessere Sicherung des Lebensstandard zu erreichen.

Freitag, 9. November 2012

Bioenergie heute und morgen - 11 Bereitstellungskonzepte

Broschüre Bioenergie heute und morgen. Screenshot/SFR
Das Integrierte Energie- und Klima-Programm (IEKP) der Bundesregierung benennt den Ausbau der Bioenergie als wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik im Energiebereich. Darüber hinaus kann Bioenergie einen wesentlichen Beitrag zur Energie-Sicherheit leisten und eine nachhaltige Entwicklung insbesondere im ländlichen Raum befördern. Die Möglichkeiten Energie aus Biomasse bereitzustellen, sind sehr vielfältig. Daher bedarf es umfangreicher Basisinformationen, um die Bioenergie-Bereitstellungssysteme zielgerichtet einzuordnen und in den regionalen Planungsprozess integrieren zu können. In der nun vorliegenden Broschüre werden elf Modellkonzepte für etablierte und innovative dezentrale Technologien, innovative dezentrale Technologien sowie innovative Großanlagen vorgestellt.

„Es war das Anliegen der Broschüre, nicht nur bereits etablierte Konzepte beispielhaft darzustellen, sondern auch einen Einblick in innovative Verfahren zu liefern, die bisher teilweise nur in Versuchsanlagen realisiert sind. Letztere haben beachtliche Potenziale zur Optimierung der Bioenergie-Bereitstellung, sind jedoch gegenwärtig noch mit großen Unsicherheiten behaftet und bedürfen weiterer Forschung und Entwicklung, um den Markteintritt zu erreichen", so Dr.-Ing. Daniela Thrän, Bereichsleiterin „Bioenergie-Systeme" am Deutschen Biomasse-ForschungsZentrum (DBFZ) in Leipzig.

Montag, 5. November 2012

Dunst oder Smog - welche Partikel wirken?

Peking zählt zu den Megacities mit den größten Problemen bei der  Luftqualität weltweit. Der zunehmende Autoverkehr ist eine von vielen Ursachen dafür. Selbst  an sonnigen Tagen wird der Himmel oft nicht blau. Foto: Bettina Nekat/TROPOS
Wo kommt der Dunst her? Sind es nur die Feinstaub-Teilchen in der Luft, die bei bestimmten Wetterlagen wie Smog nicht nach oben abziehen können? Nein, das ist nicht alles. Auch die chemische Zusammensetzung unterscheidet sich auch stark von klaren Tagen. Das ist Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) und der Universität Peking. 

Tage mit guter und Tage mit schlechter Sicht im Großraum Peking-Tianjin studierten die Wissenschaftler für ihren Vergleich. Sie untersuchten Feinstaub bis zur Größe von einem Mikrometer. Diese Größenklasse ist besonders für die Brechung des Lichts verantwortlich da sie in die Wellenlänge des sichtbaren Lichts fällt. An klaren Tagen war der Anteil des schwarzen Kohlenstoffs wie Ruß, der mehr Licht absorbiert als streut, größer als an dunstigen Tagen. Herrschte dagegen Dunst vor, dann war der Anteil von Schwefelsäure-Verbindungen, die Licht stärker streuen, größer. Peking zählt zu den Megacities mit den größten Problemen bei der Luftqualität. Die Dunst-Glocke über Nordostchina ist selbst auf Satelliten-Aufnahmen regelmäßig zu beobachten. 

Gesundheitliche Folgen