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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Bio-Kraftstoffe aus Algen

Energieversorgung der Zukunft: Algen als Energieträger für Biokraftstoffe Foto: TUHH/IuE
Algen fressen Kohlendioxid und liefern Bio-Kraftstoff. Aber wirtschaftlich ist es bislang nicht. Nun sollen in einem neuen Bioraffinerie-Konzept auch die Nebenprodukte, die bei der Kultivierung und Nutzung von Algen anfallen, weiter verwertet werden, damit sich die Gewinnung von Algen-Kraftstoff in Zukunft lohnt.

Was Algen für den Klimaschutz so attraktiv macht, ist die Fähigkeit CO2 zu binden und ihn wesentlich schneller als Bäume und Energiepflanzen in Biomasse umzuwandeln. Gelingt es, diese Biomasse energetisch zu nutzen - als Biogas oder Biodiesel -, dann trägt dies zu einer Energie-Versorgung bei, die das Klima nicht weiter aufheizt; gilt doch Biomasse bei der Verbrennung als CO2-Neutral. Außerdem sind diese Mikro-Algen keine Konkurrenz zu Lebensmittelnaber ihre Inhaltsstoffe Lipide und Stärke können zu Biogas und Ethanol umgewandelt werden. Auch für die Pharma-Industrie sind Algen von Interesse, da sie antivirale Substanzen bilden können. Es gibt auch Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmitteltechnologie oder für das Recycling von Seltenen Erden.

Freitag, 11. Januar 2013

Screenshot der Broschüre "Umwelt und Landwirtschaft" vom 22.02.2011.
Foto: SFR

2009 wurden 52 Prozent der Bodenfläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt, 60 Prozent davon allein für die Futtermittel-Produktion. Der Anteil von Grünland nimmt dabei stark ab, was auch auf den zunehmenden Anbau von Energiepflanzen, wie Raps für Agrodiesel und Mais für Biogas, zurückgeht. Grünland aber ist eine wichtige CO2-Senke zum Schutz des Klimas und außerdem wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. 

Überdüngung 

Eine moderne Landwirtschaft ohne Dünger wäre undenkbar. Gelangen aber Nährstoffe im Überschuss auf die Felder, überdüngen und versauern sie Böden und Gewässer. Die Folge sind Algenplagen oder Sauerstoffmangel in Flüssen und Seen, aber auch der Verlust von Lebensräumen für diejenigen Tiere und Pflanzen, die zuviel Dünger nicht vertragen.

Montag, 3. Dezember 2012

Effizientere Biogas-Anlagen - Hohes Potential für Energieversorgung der Zukunft

Biogas-Anlage  Foto: Philipp Pohlmann/Pixelio
Mit über 700 Biogas-Anlagen und einer installierten elektrischen Leistung von rund 203 MW nimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in der Biogas-Produktion in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ein. Gesetzliche Rahmenbedingungen und eine intensive Forschung sorgten in den vergangenen Jahrzehnten dafür, dass der Aufbau einer effizienten Biogas-Produktion möglich wurde.

„Jetzt gilt es die Vorreiterrolle auszubauen und weltweite Netzwerke zu nutzen, um die Biogas-Erzeugung und -Nutzung vor dem Hintergrund der globalen Ernährungssicherung und dem Schutz der Umwelt weiter zu optimieren“, so Dr. Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim.

Im internationalen Vergleich besitzt Deutschland auch noch ein Potenzial, das es bisher kaum ausreizte: Abfälle und landwirtschaftliche Reststoffe. Bislang werden Gülle und Mist nur zu 15 Prozent genutzt, während die Nutzung von Energiepflanzen in Biogas-Anlagen in Deutschland besonders weit fortgeschritten ist.