Wo kommt der Dunst her? Sind es nur die Feinstaub-Teilchen in der Luft, die bei bestimmten Wetterlagen wie Smog nicht nach oben abziehen können? Nein, das ist nicht alles. Auch die chemische Zusammensetzung unterscheidet sich auch stark von klaren Tagen. Das ist Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) und der Universität Peking.
Tage mit guter und Tage mit schlechter Sicht im Großraum Peking-Tianjin studierten die Wissenschaftler für ihren Vergleich. Sie untersuchten Feinstaub bis zur Größe von einem Mikrometer. Diese Größenklasse ist besonders für die Brechung des Lichts verantwortlich da sie in die Wellenlänge des sichtbaren Lichts fällt. An klaren Tagen war der Anteil des schwarzen Kohlenstoffs wie Ruß, der mehr Licht absorbiert als streut, größer als an dunstigen Tagen. Herrschte dagegen Dunst vor, dann war der Anteil von Schwefelsäure-Verbindungen, die Licht stärker streuen, größer. Peking zählt zu den Megacities mit den größten Problemen bei der Luftqualität. Die Dunst-Glocke über Nordostchina ist selbst auf Satelliten-Aufnahmen regelmäßig zu beobachten.
Gesundheitliche Folgen
