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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Gefahr aus dem 3-Wege-Kat

Ammoniak sieht man nicht! Foto: Harry Hautumm/pixelio.de
Autos mit 3-Wege-Kat sind längst nicht sauber wie bislang gedacht. Das zeigt eine Studie von Botanikern der Universität Bonn. Demnach pusten die „entgifteten“ Fahrzeuge große Mengen Ammoniak in die Luft – ein Gas, das beispielsweise bei der Viehhaltung entsteht und für den stechenden Geruch von Mist und Gülle verantwortlich ist. Dass Katalysatoren überhaupt nennenswerte Mengen Ammoniak produzieren, war bislang nahezu unbekannt.

Selbst Experten gingen davon aus, dass es sich dabei allenfalls um eine zu vernachlässigende Nebenreaktion handelt – eine Fehleinschätzung, wie die Messungen der Bonner Forscher und des TÜV zeigen. Gefahren für die Gesundheit gehen von den gemessenen Konzentrationen zwar nicht aus. In der Pflanzenwelt kann das Gas jedoch starke Schäden anrichten. Schon heute wachsen an viel befahrenen Straßen Moose und Flechten, die früher vorzugsweise an den Beton-Einfassungen von Misthaufen vorkamen. Andere Arten wurden dagegen weitgehend verdrängt.

Dienstag, 13. November 2012

Nutztiere: Verbesserungspotenzial bei Luft aus Tierställen


Foto: Senat Bundesforschung

Müssen Tierställe wirklich stinken? Geruchsbelästigung, Stäube, Ammoniak, Keime - Tierhaltungsbetriebe mit großen Ställen werden häufig kritisch gesehen. Vor allem in Regionen mit vielen großbäuerlichen Betrieben und entsprechender Nutztier-Dichte.

Die belästigenden Gerüche aus Tierställen lassen sich inzwischen mit verschiedenen Techniken deutlich verbessern. In der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins ForschungsReport stellen Wissenschaftler des Thünen-Instituts verschiedene Möglichkeiten zur Emissionsminderung vor. 

„Rund 500.000 Tonnen Ammoniak werden in Deutschland jedes Jahr durch die Tierhaltung frei - Tendenz seit 2006 wieder steigend", sagt Dr. Jochen Hahne, der sich am Thünen-Institut mit Abluft-Reinigungsverfahren befasst, und beruft sich dabei auf den Nationalen Emissionsbericht. Zwar verfügen derzeit lediglich rund ein Prozent der deutschen Geflügel- und Schweinehaltungsbetriebe über eine Anlage zur Reinigung der Abluft. Doch die Zahl der Beitriebe, die ihre Ställe mit entsprechenden Anlagen bestücken, steigt trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse kontinuierlich. In Regionen mit intensiver Tierhaltung würden fast alle Neubauten nur noch mit Abluft-Reinigungsanlagen genehmigt, sagt Hahne.

Schaffleisch - Leguminosen - Melktechnik