Posts mit dem Label Ressourcen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ressourcen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 14. Oktober 2013

Deutschland blockiert CO2-Grenzwerts für Pkw

Ist die Glaubwürdigkeit Deutschlands in Gefahr? Foto: Bernd Wachtmeister/pixelio.de
Ist Deutschland noch glaubwürdig? Wieder wurde die Entscheidung über einen neuen CO2-Grenzwerte für Pkw verschoben. Das Drängen von Kanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier auf eine Verschiebung der Entscheidung der EU-Umweltminister über einen neuen Grenzwert zertrümmere Deutschlands Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz, sagte Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte.
Als „Schlag ins Gesicht der europäischen Umweltpolitik und der EU-Demokratie“ hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Blockade der Bundesregierung bei der Verschärfung von CO2-Grenzwerten für Pkw kritisiert. Dieses Vorgehen der Kanzlerin schwäche ihre Position auf EU-Ebene bei anderen wichtigen umweltpolitischen Vorhaben wie der Durchsetzung der Energiewende oder eines globalen Klimaschutz-Abkommens. Zudem führe die Bundesregierung mit ihrer Klientelpolitik die mühsam geführten Verhandlungen im Europaparlament um europaweit akzeptierte Vorgaben für die Automobilindustrie ad absurdum.

Sonntag, 8. September 2013

Der deutsche Umweltpreis: Innovation + Nachhaltigkeit

Jürgen Schmidt auf dem Dach des memo-Firmengebäudes in Greußenheim: Die Begrünung trägt zur Wärmedämmung und damit zum Energieeinsparen im Unternehmen bei. Foto: memo AG
Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist der höchstdotierte Umweltpreis Europas. Die Preisträger erwartet anteilig eine Gesamtsumme von 500.000 Euro. Der Umweltpreis zeichnet Leistungen aus, die als Vorbild zum Schutz und Erhalt der Umwelt dienen oder in Zukunft zu einer deutlichen Umwelt-Entlastung beitragen. Die Ausschreibung des Umweltpreises richtet sich an Personen, Firmen und Organisationen, dabei können Projekte, Maßnahmen oder Lebensleistungen einer Person prämiert werden.

Die Kandidaten für den Deutschen Umweltpreis werden der DBU vorgeschlagen. Vorschlagen dürfen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kirchen, Umwelt- und Naturschutzverbände, wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungsgemeinschaften, das Handwerk und Wirtschaftsverbände. Sich selbst oder das eigene Projekt vorschlagen darf aber niemand. Die Jury besteht aus unabhängigen und herausragenden Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und gesellschaftlichen Gruppen, die vom DBU-Kuratorium ernannt werden. Diese Jury prüft die vorgeschlagenen Kandidaten und empfiehlt dem DBU-Kuratorium die Preisträger für das jeweilige Jahr. Danach fällt das DBU-Kuratorium die Entscheidung, wer den Preis verdient hat.

Freitag, 11. Januar 2013

Screenshot der Broschüre "Umwelt und Landwirtschaft" vom 22.02.2011.
Foto: SFR

2009 wurden 52 Prozent der Bodenfläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt, 60 Prozent davon allein für die Futtermittel-Produktion. Der Anteil von Grünland nimmt dabei stark ab, was auch auf den zunehmenden Anbau von Energiepflanzen, wie Raps für Agrodiesel und Mais für Biogas, zurückgeht. Grünland aber ist eine wichtige CO2-Senke zum Schutz des Klimas und außerdem wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. 

Überdüngung 

Eine moderne Landwirtschaft ohne Dünger wäre undenkbar. Gelangen aber Nährstoffe im Überschuss auf die Felder, überdüngen und versauern sie Böden und Gewässer. Die Folge sind Algenplagen oder Sauerstoffmangel in Flüssen und Seen, aber auch der Verlust von Lebensräumen für diejenigen Tiere und Pflanzen, die zuviel Dünger nicht vertragen.

Montag, 7. Januar 2013

Was Bürger wollen - Umwelt stärken und sozialen Zusammenhalt sichern

Zusammenhalt und Umwelt. Foto: by-sassi / Pixelio

Eine neue Wirtschaftsordnung wollen acht von zehn Bundesbürgern, wenn sie sich angesichts der europaweiten Wirtschafts- und Verschuldungskrise etwas wünschen dürfen. Die neue Wirtschaftsordnung soll vor allem den Umweltschutz stärken, den sorgsamen Umgang mit Ressourcen sicherstellen und den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft stärker berücksichtigen. Nur etwa jeder dritte Befragte vertraut bei der Lösung der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanz-Probleme in die ‚Selbstheilungskräfte der Märkte‘. Dies ergab eine Umfrage von TNS-EMNID im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. 

Wie allerdings der beste Weg aus der aktuellen Krise in Europa wäre, darüber ist man uneins. 46 Prozent sehen ein deutliches wirtschaftliches Wachstum in Europa als Lösung an, 44 Prozent sind für strikte staatliche Sparkurse. 

Langfristig gesehen stellt eine deutliche Mehrheit infrage, ob „immer mehr Wirtschaftswachstum das Wichtigste ist“. Zwar halten knapp 9 von 10 Befragten daran fest, wirtschaftliches Wachstum sei grundsätzlich „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Allerdings glauben 60 Prozent nicht daran, dass dies die eigene Lebensqualität steigere. Eine Ansicht, die 27 Prozent mehr Ältere als Jüngere vertreten. Gegenüber einer Befragung im Jahr 2010 ging zudem der Anteil derjenigen, die wirtschaftliches Wachstum als „sehr wichtig“ für die Lebensqualität in der Gesellschaft einschätzen um 14 Prozentpunkte zurück. 

89 Prozent der Deutschen sind zudem der Meinung, dass es möglich ist, den Zuwachs an materiellem Wohlstand der Bevölkerung mit dem Schutz der Umwelt und einem sorgsamen Umgang mit Ressourcen zu verbinden. Nur jeder Siebte (13 Prozent) ist der Meinung, dass für den Erhalt der politischen Stabilität ein Zuwachs an materiellem Wohlstand in der Bevölkerung auch zu Lasten der Umwelt gehe könne oder zu einer weiteren hohen Verschuldung führe dürfe. 

„Im Lichte der Finanzkrise ist die Diskussion um den Wachstumsbegriff in den vergangenen Jahren vielschichtiger geworden: Es geht längst nicht mehr nur um Quantität, sondern vor allem auch um Qualität: Wir brauchen Lösungen dafür, wie Wachstum verantwortungsvoll und nachhaltig gestaltet werden kann. Hierfür müssen wir nicht nur zu punktuellen Reformen, sondern zu wirklicher Veränderung bereit sein“, so Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung.

In einer Rangfolge der persönlich wichtigen Dinge, stehen für die Befragten „Gesundheit“, „Zufriedenheit mit der persönlichen Lebenssituation“ und „Schutz der Umwelt“ an der Spitze. „Geld und Besitz zu sichern und zu mehren“ werden dagegen am Ende genannt. Je älter die Befragten, desto wichtiger ist der Schutz der Umwelt für die persönliche Lebensqualität. Ähnlich verhält es sich mit dem sozialen Ausgleich in der Gesellschaft. Er ist zwar insgesamt für 85 Prozent der Deutschen zumindest „wichtig“. Hohe Bedeutung hat er jedoch nur bei 32 Prozent, vor allem für die Älteren, denen der soziale Ausgleich besonders am Herzen liegt. 

Die Themen der Umfrage stehen auch im Mittelpunkt des Salzburger Trilogs am 17. August 2012, den die Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich durchführt. Internationale Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft diskutieren darüber, wie eine neue Wirtschaftsordnung aussehen könnte, die nicht nur auf quantitativem Wachstum beruht, sondern auch die stärkere Teilhabe von Menschen ermöglicht. 

Die Umfrage wurde in Deutschland und Österreich mit 1.003 bzw. 500 Befragten vom 10. bis 23. Juli 2012 durchgeführt. (sfr/Ute Friedrich - Bertelsmann Stiftung)


Artikel erschienen am 19.08.2012 in Epoch Times Deutschland