Freitag, 30. August 2013

Gehirnwellen: Musik lässt Gehirne der Musiker im Gleichklang schwingen

Gehirnwellen von Menschen, die miteinander musizieren, schwingen im Gleichklang. Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschungeine Studie ließen für eine Studie acht Gitarrenduos mehrmals kurze Jazzmelodien von 10 bis 20 Sekunden Dauer spielen. Dabei wurden die Hirnströme der Musiker per Elektroenzephalographie (EEG) von den Berliner Wissenschaftlern aufgezeichnet. 

Das Resultat deutet darauf hin, wie sehr sich bestimmte Hirnareale bei gemeinsamen eng koordinierten Handlungen aufeinander einschwingen. Denn erste Ähnlichkeiten der Hirnwellen verzeichneten die Forscher schon in der Vorbereitungsphase – als die Gitarristen nicht selbst musizierten, sondern noch dem Metronom lauschten, das das Tempo vorgab. Während des Zusammenspiels beobachteten die Forscher dann eine starke Synchronizität der vorderen und vor allem der zentralen Areale des Gehirns.

Donnerstag, 29. August 2013

Hitlers "Ehren-Arierin" Helene Mayer erhielt 1936 Weltmeistertitel im Florettfechten

Helene-Mayer-Sondermarke der Deutschen Post zur Olympiade 1972 in München
"Ehren-Arierin" – das ist bein Begriff, den heute keiner mehr kennt oder findet - auch nicht im Lexikon. Doch als Stichwort zur Zeitgeschichte ist er auch 75 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1936 bis heute lebendig - und verbunden mit einem Namen: Helene Mayer.

Ein Jahr vor Beginn der Spiele von Berlin drohte den Nationalsozialisten wegen ihrer Rassenpolitik ein Olympia-Boykott der USA mit unabsehbaren Konsequenzen. Sie brauchten dringend eine Alibi-Jüdin im Olympiateam. Helene Mayer – wen sonst? 

Groß, blonde Zöpfe, blauäugig, siegreich mit der Waffe. Helene Mayer, Olympiasiegerin im Florettfechten von 1928, war eine Erscheinung wie aus dem Musterkatalog für germanische Frauen. Die "blonde He", eine deutsche Volksheldin. In der 'Anhaltischen Rundschau' wurde der 17-Jährigen Olympiasiegerin von Amsterdam eine Ode gewidmet: "Und, denkt euch, sie trägt blonde Zöpfe! / Und schlingt darum ein weißes Band. / Ein blaues Aug, ein deutscher Schädel, / der Jugend Anmut im Gesicht / ein gut gewachsen rheinisch Mädel – / und ficht, als wie der Teufel ficht." 

Deutscher Schädel, jüdischer Vater 

Mittwoch, 28. August 2013

Das erste Gehirnwellenradio der Welt sendet aus Berlin

Ganz schön cool: Hirnwellen-Radio aus Berlin.
Foto: Gerd Altmann/Pixelio
ZEN IN 10 MINUTEN

Gehirnwellenbeeinflussung ist nichts Neues. Seit Juli 2010 gibt es nun für jeden eine simple Möglichkeit, die Auswirkungen und Möglichkeiten bei sich zu Hause vom PC aus zu testen. Weltweit und bisher einzigartig ist das Berliner Gehirnwellenradio „Neurostreams.com". Über mehrere, überall auf dem Planeten verfügbare Audio-Webstreams werden ohne Unterlass Beats und Sounds in den digitalen Äther geschickt, die den mentalen Zustand verbessern können.

Penunze statt Prävention - Ärzte-Missverständnis bei Werbung für Krebs-Früherkennung

Auch Mammografie ist zur Krebs-Früherkennung sehr umstritten.Foto: Rainer Sturm / Pixelio
Viele Ärzte glauben, dass eine höhere Überlebensrate und eine gestiegene Tumor-Früherkennung (Inzidenz) ein Beweis dafür seien, dass durch die Früherkennung die Krebs-Sterblichkeit gesenkt werden könne und empfehlen deshalb eine Früherkennung, die mit diesen Daten beworben wurde. Das ist ein Ergebnis einer nun veröffentlichten Studie des Harding Zentrums für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Die Studie an über 400 US-amerikanischen Allgemeinärzten zeigt, dass die Mehrzahl der Ärzte bei Krebs-Früherkennung relevante von irrelevanten - und sogar fehlleitenden - Informationen nicht voneinander unterscheiden kann. 

Obwohl höhere Überlebensraten und eine höhere Anzahl an durch Früherkennung entdeckten Tumoren (gestiegene Inzidenz) nicht beweisen, dass die Früherkennung wirklich Leben rettet, werden diese Statistiken häufig verwendet, um Werbung für die Untersuchung zu machen. Dies nicht ohne Grund: Wie die Autoren der jetzt in Annals of Internal Medicine erschienenen Studie aufdecken, glaubt ein Großteil der befragten Ärzte, dass höhere Überlebensraten und eine gestiegene Inzidenz ein Beweis dafür seien, dass durch die Früherkennung die Krebs-Sterblichkeit gesenkt werden könne. 69 Prozent der befragten Ärzte empfahlen deshalb eine Früherkennung, die mit diesen irrelevanten Daten beworben wurde. Wenn aber die wirklich relevanten Daten, nämlich der meist viel geringer ausfallenden Reduktion der Sterblichkeitsrate, vorlagen ließen sich aber im Gegensatz dazu nur weniger als ein Viertel der befragten Ärzte - 23 Prozent - von der Werbung überzeugen. 

Warum ist eine gestiegene Überlebensrate nicht gleichbedeutend mit einer gesunkenen Sterblichkeitsrate? 

Stoppt den Ökozid

Ökozid bezeichnet die ökologische Zerstörung einer Lebensgrundlage bis hin zur Ausrottung eine Volkes. Oder aber die ökologische Vernichtung einer Kultur-Landschaft bis zum Verlust der Eigenständigkeit eines Volkes. Auch die tödlichen Langzeitfolgen von Kampfstoffen wie beispielsweise Agent Orange in Vietnam wird als Ökozid bezeichnet - und nicht zuletzt auch die allgemeine Umwelt-Zerstörung durch massive Umwelt-Verschmutzung.

Jetzt hat sich eine internationale Bürgerinitiative mit der englische Rechtsanwältin und Autorin Polly Higgins zum Ziel gesetzt, Ökozid zu einem Völkerrechtsverbrechen erklären zu lassen. Dieser Status würde eine Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag möglich machen.

Wenn der Ökozid im 'Römische Statut' als das 5. Verbrechen gegen den Frieden und damit von der EU in einer EU-Richtlinie zu einem Völkerrechtsverbrechen erklärt wird, dann gilt Ökozid sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen nach Strafrecht als Verbrechen. Gültigkeit hätte diese EU-Richtlinie über Ökozid einerseits in allen EU-Ländern und andererseits wäre Ökozid strafbar für alle Bürger und Konzerne der EU, egal wo diese handeln - selbst auf den Meeresgebiete der EU.

Endlich da: Einheitliche Aufladestecker für Mobiltelefone

Lange wurde darauf gewartet, nun ist sie da: Die Norm EN 62684:2010 "Spezifikationen für die Interoperabilität eines einheitlichen externen Stromversorgungsgeräts für die Anwendung bei datenübertragungsfähigen Mobiltelefonen". Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die einheitliche Ladeschnittstelle für Mobiltelefone, egal von welchem Hersteller.

Dienstag, 27. August 2013

Bin Spiegelbild von Deinem Sein

Spiegelbild von deinem Sein. Foto: Karin Schmidt / Pixelio


Gott

Der Du nicht Stein bist, doch des Steines Kraft,
Die Kern und Schale hält in enger Haft.
Der Du nicht Rose bist, doch ihre Pracht,
Ihr Duft, ihr Auge, das zur Sonne lacht.
Der Du nicht Eiche bist, doch wohl ihr Mark,
Der Stolz, der aus ihr athmet, lebensstark.
Die Welt ist nichts als Form, in der Du prägst,
Ist nichts als die Gewandung, die Du trägst.
Ist nichts als Spiegelbild von Deinem Sein;
Nur Du bist Wahrheit, doch das Bild ist Schein.

Patente in China? Masse statt Klasse

Patentanmeldungen und erteilte Patente 
von chinesischen Universitäten im 
Zeitverlauf.  Quelle: Universität Trier
China will an die Weltspitze - auch im Bereich der weltweit führenden Forschungsuniversitäten. Nach Angaben des chinesischen Patent-Amtes (SIPO) gehören fünf Universitäten zu den zehn größten Patent-Anmeldern Chinas (SIPO, 2011) - neben den weltweit agierenden Technologiekonzernen wie Huawei und ZTE.

Die Wachstumsrate der Patentanmeldungen chinesischer Universitäten liegt dabei noch deutlich über den allgemein erzielten chinesischen Patent-Anmeldungen, die bereits bemerkenswerte Wachstumsraten erzielt haben. Die Patent-Anmeldungen deutscher Universitäten werden dabei laut der Studie „Benchmarking China and Germany: An Analysis of Patent Portfolios of Universities and Research Organizations” deutlich überschritten

Was also macht den rasanten Anstieg der chinesischen Universitäten, gemessen an ihren Patent-Anmeldungen aus? Das erfolgshungrige China hat beispielsweise staatliche Förderprogramme aufgelegt, die die Kosten einer Patent-Anmeldung deutlich reduzieren.

Armut macht Kinder ungebildet – und krank

Foto: Thommy Weiss / Pixelio
Sie sind blass und übergewichtig, ihr Immunsystem ist geschwächt und ihre Entwicklungschancen sind schlechter: Jedem sechsten Kind in Deutschland erschwert der Hartz IV-Regelsatz eine adäquate Ernährung, das sind etwa 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland

Oft fallen sie schon in der Schule aus und leiden nach schlechtem Berufsstart doppelt so häufig an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes. „Der soziale Aufstieg wird so bereits am Küchentisch erstaunlich effektiv blockiert“, beklagt Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski, Sprecher des Sachverständigenbeirates der Ernährungsinformation der Universität Hohenheim. Aus Sicht der Ernährungsmedizin habe beispielsweise der ARD-Tatort „Jagdzeit“ vom 10. April 2011 die Umstände und Wirkungsmechanismen im Leben armer Kinder in Beziehung zu ihrer Ernährungssituation erstaunlich realistisch wiedergegeben.

Auf den ersten Blick scheint alles im Lot in Deutschland – auch auf den Kindertellern. „Von den Verantwortlichen der Nationalen Verzehrsstudie (NVS II) hört man in Deutschland gäbe es ab dem 14. Lebensjahr keinen Vitaminmangel“, zitiert Prof. Dr. Biesalski.

Montag, 26. August 2013

Wunderwerk der Analyse-Technik: 3D-NanoChemiscope

Das Resultat einer kombinierten, dreidimensionalen ToF-SIMS-/SFM-Oberflächenanalyse einer PCBM/CyI-Polymer-Mischung. Foto: Empa
Das Hochleistungsmikroskop 3D-NanoChemiskope kann Oberflächen nicht nur gestochen scharf bis zur atomaren Stufe abbilden, physikalisch und chemisch, es erkennt auch, was es sieht. Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für die Anwendung, das bei Industriekunden und Forschungspartner großen Anklang findet, wie die schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA berichtet.

Simultan und dreidimensional lassen sich mit dem 3D-Nano-Chemiskope mechanische Eigenschaften wie Härte, Elastizität oder Reibungskoeffizient, aber auch chemische Eigenschaften von Oberflächenstrukturen bestimmen.

Alt-indisch? Sanskrit!

Sanskrit ist eine der ältesten Sprachen der Welt. Nun werden Studenten, die
Ganesha - er trägt das Buddha-Zeichen in seiner rechten Innenhand. Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de
sich erfolgreich um ein besseres Verständnis des Sanskrit und damit um eine größere Wertschätzung dieses Kultur-Erbes bemüht haben, ausgezeichnet.

Die Preise werden vom Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg in Verbindung mit der indischen Regierung verliehen und beinhaltet unter anderem einen zehntägigen Aufenthalt in Indien.

Geehrt wird am 30. August 2013 Rohana Seneviratne aus Sri Lanka mit dem Saraswati-Sanskrit-Preis-2012.  Seneviratne wurde 2009 zum Sanskrit-Bachelor in Sri Lanka und wurde Master in indischer Philosophie an der Universität Liverpool. Jetzt promoviert er in Oxford in der Philosophie zur Sanskrit-Grammatik.In Heidelberg wirkte Seneviratne an der Sanskrit und Nepali Summer-School des Südasien-Instituts mit.