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Sonntag, 22. September 2013

Arzt testet im Selbstversuch Akupunktur als Betäubung bei OP

Akupunkturpuppe. Foto: Harald Wanetschka / Pixelio

Akupunktur wirkt auch bei Operationen als Anästhetikum. Der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Molsberger prüfte im Selbstversuch die Wirkung von Akupunktur-Anästhesie bei einer Leistenbruch-Operation. Dabei gewährleistete die Akupunktur mit Elektrostimulation die Anästhesie für einen Hautschnitt von sechs Zentimetern Länge und bis zu einer Tiefe von 15 Millimetern. Für die vollständige Anästhesie der gesamten Operation war die Akupunktur allerdings nicht ausreichend. Es mussten zusätzlich Medikamente zur Lokalanästhesie verabreicht werden, berichtet die Fachzeitschrift Forschende Komplementär-Medizin in Ausgabe (1, 2011). 

Der erfahrene Akupunkteur und Dozent der Forschungsgruppe Akupunktur Molsberger setzte sich selbst vor der Operation sechs Nadeln in beide Unterschenkel an jeweils drei Akupunktur-Punkte.

Mittwoch, 18. September 2013

Werbung beeinflusst Ärzte

Foto: Andrea Damm/pixelio.de
Ärzte lassen sich bei ihrer Verschreibungspraxis zum Teil stark von Werbung und Informationen der Pharmaindustrie beeinflussen, sagen neue Studien. Die Mediziner verordnen dann den Patienten nicht nur öfter und mehr Medikamente, sondern orientieren sich auch nicht an dem individuellen Bedürfnis. Die Tendenz der verordneten Präparate ist ungünstiger und auch teurer. 

Dies sind die erschreckenden Ergebnisse einer Auswertung von 58 Studien, die den Einfluss von Herstellerinformationen auf Mediziner unter die Lupe nahmen. Nur eine der Untersuchungen kam zu dem Schluss, dass der Einfluss der Arzneifirmen das ärztliche Wirken verbessert. In allen Studien sollten Ärzte angeben, wie viel Aufmerksamkeit sie pharmazeutischer Werbung widmen. Sie widersprechen der sonst oft geäußerten Überzeugung vieler Mediziner, dass sie von Informationen der Pharma-Industrie nicht beeinflusst würden. Joel Lexchin von der York Universität in Kanada, Mitautor der im Online-Journal "PLoS Medicine" veröffentlichten Analyse, erklärt: "Unsere Studie zeigt eindeutig, dass dies doch der Fall ist – und dass der Einfluss nachteilig ist. Werden Ärzte mit Werbung eines Herstellers überflutet, verschreiben sie eher diese Marke, egal ob das für den Patienten am besten ist." (sfr) 

Dienstag, 3. September 2013

Was mit Kindern in der Psychiatrie geschieht

Vorstellung des Bilderbuchcomics "Was ist denn schon normal?" Foto: UK Ulm
Comicfigur Tom trägt einen blauen Kapuzenpulli und weiß, was alle denken: Er war in der „Klapse" - vollgepumpt mit Medikamenten, in Zwangsjacke und Gummizelle... So stellen sich viele die Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Auch Tom wusste nicht, was ihn erwartet, als er wegen seiner Wut- und Angstattacken in die Klinik kam. Damit es anderen Kindern nicht so geht, erklärt Tom in dem einzigartigen Comicbilderbuch anderen Kindern, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie eigentlich ist und was er dort gemacht hat. 

"Was ist denn schon normal?" heißt das einzigartige Bilderbuchcomic, geschrieben von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, das Kindern erklärt, was in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie passiert. 

Falsche Vorstellungen 

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Medikamentenabhängigkeit in Deutschland

Vier bis fünf Prozent aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial und sind verordnungspflichtig. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel werden nicht wegen akuter Probleme, sondern langfristig zur Sucht-Erhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet. Dennoch wurden 2009 z. B. 28,1 Packungen Schlaf- und Beruhigungsmittel (- 2 Prozent zum Vorjahr / 2008: 28,9 Mio.) und 10,5 Packungen Tranquilizer, die ‚klassischen' Benzodiazepine, (- 4 Prozent zum Vorjahr / 2008: 11 Mio.) verkauft. 

Die Verkaufszahlen geben die Spitze des Eisbergs wieder. Ein Trend für die gesellschaftliche Belastung durch abhängig machende Medikamente lässt sich daraus nicht ablesen, da die Internet-Bestellungen und Privatrezepte boomen. Die DHS fordert für dieses Suchtproblem stärkere Präventionsbemühungen, Information aller Beteiligten, Mediziner, Apotheker und Medikamentennutzer sowie eine intensive Forschung. 

Schätzungsweise 1,4 Mio. sind abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial, 1,1 - 1,2 Mio. Menschen von Benzodiazepin-Derivaten und weitere 300.000 - 400.0000 Menschen von anderen Arzneimitteln. (sfr / DSH) 

Weitere Informationen: Deutschen Suchthilfe - http://www.dhs.de



Artikel erschienen am 28.04.2011 in Epoch Times Deutschland

Dienstag, 13. November 2012

Angstmache! Wirkung von Medikamenten gegen Osteopenie wird übertrieben

Pillen und Geld - eine unheilige Allianz.
Foto:Melanie Vollmert/Pixelio
Osteopenie gilt als Vorläufer der Osteoporose und betrifft etwa die Hälfte aller älteren Frauen: Doch ob die Osteopenie, eine verringerte Knochendichte, schon mit Medikamenten behandelt werden sollte, darüber streiten Mediziner und Pharma-Konzerne. Spanische Forscher werfen Pharma-Firmen vor, mit Absicht den Nutzen von Medikamenten zu übertreiben und deren Risiken zu verschweigen. Ziel sei es, einen möglichst großen Markt aufzubauen und relativ beschwerdefreien Menschen Präparate zu verkaufen. 

Pillen und Geld - eine unheilige Allianz