Montag, 1. April 2013

Geistesblitz in der Waschstraße - Nanotechnologie für Mundhygiene

Foto: Michiel1972-GNU
Zähneputzen ade! Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke entwickeln Zahnlack auf Basis von Nanotechnologie Forscher der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke haben einen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt. Sie entwickelten einen Zahnlack, der das Zähneputzen überflüssig macht und zudem noch vor Karies schützt. 

Der Lack basiert auf der sog. Nanotechnologie, bei der die einzelnen Komponenten in mikroskopisch kleinen Partikeln in einer Grundmatrix gelöst werden. Die Nanopartikel des neuartigen Lacks enthalten vor allem Fluoride, die eine Entstehung von Karies verhindern. 

Der Lack wird etwa alle sechs Monate auf die Zähne aufgebracht. Die Nanopartikel im Lack zerplatzen beim Kauen und setzen die Fluoride frei, die die Karies-Entstehung verhindern. Außerdem hat der Lack durch die Nanotechnologie eine Oberfläche, die verhindert, dass sich der für die Zähne schädliche Zahnbelag bildet und damit das lästige Zähneputzen überflüssig macht. Der Zahnlack kann auch mit Menthol geliefert werden was für einen immer frischen Atem sorgt. 

Die Idee zur Entwicklung eines solchen Zahn-schützenden Lacks kam dem Projektleiter beim Autowaschen. In modernen Waschstraßen wird ein Schmutz abweisender, auf Nanotechnologie basierender Film auf den Autolack aufgetragen. 

In einem einjährigen klinischen Test hat die Neuentwicklung bereits ihre Probe bestanden und wurde nun international zum Patent angemeldet. Die Pharma-Industrie hat bereits großes Interesse an der Vermarktung des Produkts bekundet. (sfr/idw-online) 

Kommentar: 

Noch ungeklärt, ob dann fürs Zähneputzen Hochdruck-Reiniger verwendet werden müssen. Weiterhin, ob der abperlende Zahnschmutz unbedenklich geschluckt werden kann oder ausgespuckt werden muss, da Produkte aus der Nanotechnologie zur Oberflächenversiegelung in der vergangenen Woche zu Vergiftungserscheinungen führten. Dadurch könnte eine Wiederbelebung der weltweiten Spuck-Kultur erreicht werden und ungeahnte Rekorde im Kirschkern-Weitspucken können die Verkaufszahlen des Guiness Book der Rekorde beflügeln. Größter Erfolg kann in Ländern mit Neigung zu englischer Küche erwartet werden, da dort dann auf das obligatorische Mint-Jelly zu gebratenen Speisen wie Wildschwein dank der platzenden Nano-Mint-Partikel auf Dauer verzichtet werden kann. Ein Energiespar- und Umweltschutz-Effekt wird eher nicht erwartet, aber weitere Kreativ-Schübe gewisser Universtiäts-Fachabteilungen die auch weiterhin dazu beitragen wollen alle "Fünf Sinne" zu schärfen.

Sonntag, 24. März 2013

Atomausstieg jetzt 160.000 Demonstranten in über 20 Städten für sofortigen Atomausstieg

Die Energiewende - nicht allein - aber zunächst eine deutsche Aufgabe.   Foto: Bernd Wachtmeister / Pixelio
Zum ersten Mal in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung demonstrierten heute unter dem Motto „Atomkraft – Schluss!“ gleichzeitig in über 20 Städten insgesamt 160.000 Menschen für ein schnelles Ende der Atomkraft. 

In der Bundeshauptstadt Berlin zogen 25.000 Atomkraftgegner vor die CDU-Zentrale und forderten Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ohne jede Verzögerung das Ende der Atomenergienutzung in Deutschland durchzusetzen. Zu den Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Kiel, Bremen, Hannover, Göttingen, München, Fürth, Landshut, Mannheim, Freiburg, Ulm, Bonn, Münster, Essen, Mainz, Dresden, Magdeburg, Güstrow und Erfurt hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Attac, Campact, Robin Wood, contrAtom, die NaturFreunde Deutschland und die IG Metall aufgerufen.

Mittwoch, 20. März 2013

Länger Arbeiten im Alter

Länger Arbeiten, später die Rente, die Lebensarbeitszeit verlängern - das sind die Erfordernisse des Arbeitsmarkts in einer alternden Gesellschaft. Forscher aus Bamberg und Göttingen veröffentlichten nun eine Studie zu Erwerbschancen und finanzieller Absicherung alter Menschen.

In der Europäischen Union soll die Lebensarbeitszeit steigen und die Arbeitnehmer immer später in Rente gehen. Das ist eines der zentralen Ziele, die sich die Staats- und Regierungschefs der EU im Jahr 2000 beim Treffen des Europäischen Rates in Lissabon gesteckt haben mit dem Ziel, dass die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt wird.

Seit dem Jahr 2000 zeigt sich ein Anstieg der Alterserwerbstätigen-Quote in Deutschland. Die international vergleichende Studie zeigt auch die daraus resultierenden Probleme. In Deutschland gelingt die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nur einem bestimmten Teil der älteren Bevölkerung – den Höherqualifizierten. „Insbesondere gering qualifizierte ältere Menschen in Branchen, die unter wirtschaftlichen Druck stehen, wie beispielsweise im verarbeitenden Gewerbe, schaffen es nicht, länger zu arbeiten“,

Dienstag, 19. März 2013

Denn sie wissen nicht was sie tut - Die Deutschen und die EZB

Europäische Zentralbank EZB in Frankfurt am Main. Foto: Epizentrum-GNU
Inflationsbekämpfung ist für die Deutschen wichtiger als alles andere. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage für eine repräsentative Studie, die das Fachgebiet Makroökonomie der Philipps-Universität Marburg in Auftrag gegeben hatte. 

„Ich persönlich halte die Bekämpfung steigender Preise langfristig für Deutschland für am wichtigsten", gibt die Mehrheit der Befragten an. Damit wird der Inflationsbekämpfung eindeutig Vorrang gegenüber weiteren möglichen Zielen eingeräumt, wie dem Schutz der Meinungsfreiheit oder mehr Mitspracherecht bei wichtigen politischen Entscheidungen. 

Was muss die EZB tun? 

Die Angst vor dem Wertverlust des Euro scheint in Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise allgegenwärtig - doch was muss die zuständige Europäische Zentralbank (EZB) eigentlich tun, um dem Wunsch nach Preisstabilität zu entsprechen? Wie sollten sich zum Beispiel die Zinsen entwickeln, wenn ein starker Preisanstieg vorhergesagt wird?

Montag, 18. März 2013

E.T. statt Jesus – woran glaubt der Osten Deutschlands?

Kinder stellen immer wieder die Frage nach Gott - egal, ob sie jetzt ausgelöst  wird von Erziehung, Erlebnissen oder Kultfilmen wie "E.T.- der  Außerirdische", "Der Herr der Ringe" oder "Matrix". Die Frage nach der eigenen Herkunft
 liegt eben in der menschlichen Natur. 
Foto: Screenshot von Youtube/Tischkewitz
Ein Drittel der Thüringer Schüler, die am Religionsunterricht teilnehmen, sind konfessionslos. Was motiviert sie dennoch dazu, sich mit Gott und dem Christentum auseinanderzusetzen und nicht stattdessen das Fach Ethik zu belegen? Welche religiösen Fragen stellen sie sich? Was erwarten sie vom Unterricht? 

Wegen solcher Fragen gründeten 17 Professoren und promovierte Mitarbeiter der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Zentrum für Religionspädagogische Bildungsforschung (ZRB). „Wir haben, wenn man die Religionszugehörigkeit betrachtet, in Ostdeutschland eine weltweit einmalige Situation", sagt Prof. Dr. Michael Wermke, der Direktor des neuen Zentrums. „Ein solch hohes Maß an Säkularisierung (Verweltlichung/Entchristlichung) gibt es sonst nur noch in den Niederlanden." Dort seien die Menschen aber aus ihrem eigenen Verständnis heraus aus der Kirche ausgetreten, während das in der DDR eher die Anpassung an die atheistischen Gesellschaftswirkungen der SED bewirkt habe. Fragt man Eltern nach den Gründen für die Fachwahl ihrer Kinder, argumentieren diese meist damit, dass im Religionsunterricht Werte vermittelt würden. Die Kinder hingegen interessieren sich hauptsächlich für die Frage nach Gott. 

Atheistisches Elternhaus 

Sonntag, 17. März 2013

Kreative Buchführung - Griechenland hat nachweislich geschummelt

Akropolis am Abend.  Foto:  Aaron Logan (Quadell-GNU)
Mit Hilfe eines über 70 Jahre alten mathematischen Gesetzes hat ein Wissenschaftlerteam um Prof. Gernot Brähler von der Technischen Universität Ilmenau nachgewiesen, dass Griechenland seine Wirtschaftsdaten manipuliert hat. 

Griechenland hatte über Jahre hinweg seine Bilanzen gefälscht und war offenbar nur mit Hilfe dieser Täuschung im Jahr 2001 in den Euro-Raum aufgenommen worden. Darüber hinaus hatte Griechenland mit den getürkten Zahlen drohende Strafzahlungen vermieden. Das wiederentdeckte statistische Prüfungsverfahren aus dem Jahr 1938 hilft, frühzeitig und ohne großen Aufwand verlässliche Indizien für Zahlentricksereien zu erkennen. 

Benfordsches Gesetz

Mittwoch, 13. März 2013

Fehl am Platz

Jeder fünfte Erwerbstätige (22 Prozent) fühlt sich in seinem Beruf nicht richtig eingesetzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 1.005 Berufstätigen im Rahmen der Studie „Kompetenz- und Talent-Management“ der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). Jeweils elf Prozent der Befragten fühlen sich überfordert oder unterfordert. „Unternehmen müssen die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser nutzen“, sagt Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. Wenn Anforderungen und Kompetenzen nicht zusammenpassen, entsteht für Unternehmen eine existenzbedrohende Gefahr. Davor warnen die Personalexpertinnen und -experten, die die DUW auf Basis der Studie „Talentpolitik auf dem Prüfstand“ befragte.

Zu hohes Arbeitspensum, anspruchslose Aufgaben

Dienstag, 12. März 2013

„Spitzenpolitiker leisten mehr als Wirtschaftsführer“

Edmund Stoiber bei einem Interview im Vogel Convention Center in Würzburg. Foto: Christian VisualBeo Horvat - GNU
Dass Spitzenpolitiker mehr leisten als Wirtschaftsführer, ist keine These, sondern die gelebte Erfahrung von Edmund Stoiber, EU-Berater und früherer Ministerpräsident Bayerns. Stoiber hält Spitzenpolitiker für deutlich höher belastet als Top-Manager. „Was eine Bundeskanzlerin oder ein Bundeskanzler physisch oder psychisch leisten muss, geht über das Pensum der allermeisten Unternehmensführer weit hinaus“, sagte der langjährige CSU-Vorsitzende in einer Diskussion über das Anforderungsprofil an Führungskräfte in Wirtschaft und Politik im Rahmen der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Munich Business School. Im Gegenzug stellte der Präsident der MBS, Rudolf Gröger, in seiner Festrede die Leitlinien für die weitere Entwicklung einer der führenden Wirtschaftshochschulen im deutschsprachigen Raum vor.

Sonntag, 10. März 2013

Ist Fukushima schon vergessen?

Bereits wenige Tage nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima im vergangenen Jahr starteten Psychologen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eine repräsentative Umfrage in der Bevölkerung zum Thema Atomkraft. Um zu untersuchen, ob und wie sich das persönliche Erleben mit zeitlichem Abstand zur Reaktor-Katastrophe und dem danach beschlossenen Atomausstieg veränderte, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sommer 2011 erneut befragt. 

Durchgeführt wurde die Studie von Prof. Dr. Elisabeth Kals (Professur für Sozial- und Organisationspsychologie) und ihrer Mitarbeiterin Dipl.-Psych. Manuela Sirrenberg mit Teilnehmer zwischen 14 und 74 Jahren. Die Wissenschaftlerinnen konnten auf ihre umfangreiche Forschung über Gerechtigkeitspsychologie im Umweltbereich zurückgreifen. 

Untersucht wurden drei Fragekomplexe: Wie sind direkt nach dem Reaktor-Katastrophe Gefahrenbewusstsein, Gerechtigkeitsurteil, Emotionen (wie Ängste und Mitgefühl) und Bereitschaft in der Bevölkerung in Bezug auf Atomenergie ausgeprägt? In welchem Ausmaß besteht die Bereitschaft, sich für den Ausstieg aus der Atomkraft bzw. deren Beibehaltung? Welche Motivstrukturen liegen hierfür zugrunde? 

Engagement durch Ungerechtigkeitserleben