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Sonntag, 22. September 2013

Atomausstieg: Gewinne gleichen die Verluste aus

Viele haben es befürchtet und Horrorszenarien heraufbeschworen, die Krise in der Krise aber kam nicht.

Der deutsche Atomausstieg hat nicht zu einer Wertvernichtung größeren Ausmaßes in der deutschen Volkswirtschaft geführt. Die Energiewende bewirkte eine Art Vermögenstransfer von Atomkonzernen zu Unternehmen der erneuerbaren Energien. Die Kursgewinne in der Branche der erneuerbaren Energien konnten die Verluste der Atomkonzerne fast ausgleichen. Das zeigt eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Hauptprofiteure der deutschen Energiewende im benachbarten Ausland sind nach der Bonner Studie die österreichischen Energiekonzerne.

Nach Fukushima gingen die Kurse der Energiekonzerne in die Knie. In den ersten 20 Handelstagen nach der Katastrophe sanken die um die allgemeinen Bewegungen des Marktes korrigierten Kurse der großen Energiekonzerne um 3,5 Prozent. In der gleichen Zeit stiegen die Kurse der börsennotierten Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien um eine marktbereinigte Kursteigerung von rund 18 Prozent.

Sonntag, 24. März 2013

Atomausstieg jetzt 160.000 Demonstranten in über 20 Städten für sofortigen Atomausstieg

Die Energiewende - nicht allein - aber zunächst eine deutsche Aufgabe.   Foto: Bernd Wachtmeister / Pixelio
Zum ersten Mal in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung demonstrierten heute unter dem Motto „Atomkraft – Schluss!“ gleichzeitig in über 20 Städten insgesamt 160.000 Menschen für ein schnelles Ende der Atomkraft. 

In der Bundeshauptstadt Berlin zogen 25.000 Atomkraftgegner vor die CDU-Zentrale und forderten Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ohne jede Verzögerung das Ende der Atomenergienutzung in Deutschland durchzusetzen. Zu den Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Kiel, Bremen, Hannover, Göttingen, München, Fürth, Landshut, Mannheim, Freiburg, Ulm, Bonn, Münster, Essen, Mainz, Dresden, Magdeburg, Güstrow und Erfurt hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Attac, Campact, Robin Wood, contrAtom, die NaturFreunde Deutschland und die IG Metall aufgerufen.

Sonntag, 10. März 2013

Ist Fukushima schon vergessen?

Bereits wenige Tage nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima im vergangenen Jahr starteten Psychologen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eine repräsentative Umfrage in der Bevölkerung zum Thema Atomkraft. Um zu untersuchen, ob und wie sich das persönliche Erleben mit zeitlichem Abstand zur Reaktor-Katastrophe und dem danach beschlossenen Atomausstieg veränderte, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sommer 2011 erneut befragt. 

Durchgeführt wurde die Studie von Prof. Dr. Elisabeth Kals (Professur für Sozial- und Organisationspsychologie) und ihrer Mitarbeiterin Dipl.-Psych. Manuela Sirrenberg mit Teilnehmer zwischen 14 und 74 Jahren. Die Wissenschaftlerinnen konnten auf ihre umfangreiche Forschung über Gerechtigkeitspsychologie im Umweltbereich zurückgreifen. 

Untersucht wurden drei Fragekomplexe: Wie sind direkt nach dem Reaktor-Katastrophe Gefahrenbewusstsein, Gerechtigkeitsurteil, Emotionen (wie Ängste und Mitgefühl) und Bereitschaft in der Bevölkerung in Bezug auf Atomenergie ausgeprägt? In welchem Ausmaß besteht die Bereitschaft, sich für den Ausstieg aus der Atomkraft bzw. deren Beibehaltung? Welche Motivstrukturen liegen hierfür zugrunde? 

Engagement durch Ungerechtigkeitserleben 

Freitag, 8. März 2013

Atomausstieg Jetzt - Atomausstieg sofort ist möglich

Foto: Juri Hößelbarth-GNU
In denn bislang bekanntgewordenen Details des Abschlussberichts der „Töpfer-Kommission“ sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) keine ausreichende Antwort auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Bisher fehle die klare Empfehlung an die Bundesregierung, den vollständigen Atomausstieg weit vor dem bisher von ihr genannten Datum abzuschließen. 

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Die Ethik-Kommission spricht sich eindeutig gegen das Wiederanfahren der im Zuge des Moratoriums stillgelegten Atommeiler aus. Und die Reaktorsicherheitskommission hat allen deutschen Atomkraftwerken gravierende Sicherheitsprobleme bescheinigt. Daraus ergibt sich die klare Schlussfolgerung, dass alle Reaktoren umgehend und ohne Wenn und Aber vom Netz müssen. Es wird keine Stromausfälle und es wird keine Importe von Atomstrom geben. Jede Hintertür für den endgültigen und sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie ist Gift für die dringend erforderliche Energiewende.“ 

Sonntag, 11. November 2012

Atomausstieg selber machen: Günstige Strompreise dank Ökostrom

Foto: Andreas Dengs, Essen (Ruhr)/pixelio.de
Die Angst der Verbraucher ist naheliegend, wegen des Atomausstiegs und der Förderung Erneuerbarer Energien höhere Strom-Rechnungen zu bekommen. Doch das lässt sich lösen: Geld sparen kann, wer zu einem konzernunabhängigen Ökostrom-Anbieter wechselt und damit und damit auch noch einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leistet. Das ist der Rat der im Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" zusammengeschlossenen Umwelt- und Verbraucherschutzverbände.

"Die Folgerung ,Energiewende gleich teurer Strom ist schlicht und einfach falsch", stellt Melanie Ball vom Bündnis "Atomausstieg selber machen" richtig. Es gibt über 200 Strom-Anbieter in Deutschland. Seit 1998 kann jeder Verbraucher seinen Anbieter frei wählen. Trotzdem erzeugen vier große Konzerne - die Atomkraftwerksbetreiber E.on, RWE, Vattenfall und EnBW - noch immer fast 80 Prozent des Stroms.