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Montag, 25. Februar 2013

HighChem - Essen ist Leben

Screenshot der Broschüre „HighChem hautnah – Aktuelles aus der Lebensmittelchemie“.  Foto:SFR
Passend zur aktuellen ARD-Themenwoche „Essen ist Leben" über die Zusammensetzung unserer Lebensmittel gibt es seit Mitte September die aktuelle Broschüre „HighChem hautnah - Aktuelles aus der Lebensmittel-Chemie" von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). 

Auf 100 Seiten informieren Lebensmittel-Chemiker über ihr verantwortungsvolles Arbeitsgebiet und geben Hintergrund-Informationen zur Lebensmittel-Zusammensetzung, Lebensmittel-Überwachung und -analytik, zu gesundheitlichen und toxischen Wirkungen, zur Lebensmittel-Erzeugung, aber auch zu Verpackungen und anderen Bedarfsgegenständen. 

Mittwoch, 14. November 2012

Antimon: das vergessene Gift?

Foto: Rolf van Melis/pixelio.de

Seit Mitte der siebziger Jahre hat sich die Konzentration von Antimon, das im Tierversuch so giftig ist wie Blei oder Arsen, in der Umwelt verdoppelt. Bohrkerne aus Hochmooren in Europa und aus der Arktis zeigen das. Verbindungen des Halbmetalls gelangen aus den Schloten von Erzhütten und Müllverbrennungsanlagen und aus dem Abrieb von Autoreifen in die Staubfracht der Atmosphäre und tauchen so auch in Menschen-fernen Regionen auf.


„In unseren Städten ist Antimon inzwischen das mit Abstand am stärksten angereicherte Spurenelement", erklärt Michael Krachler, Spezialist für Spurenanalytik an der Universität Heidelberg.

Freitag, 2. November 2012

Angewandte Chemie: Und sie hatten doch Recht - Chinin

Bild: Glaskolben mit Flüssigkeiten Foto: Rolf van Melis/pixelio.de
Wirkstoffe aus der Chinarinde, sogenannte Cinchona-Alkaloide, werden seit alters her in der Heilkunde verwendet. Prominentester Vertreter ist Chinin, ein bitterer Stoff, der in Getränken wie Tonic Water enthalten ist und in der modernen Medizin beispielsweise als Malaria-Mittel eingesetzt wird. Bereits 1945 hatten Robert Burns Woodward und William von Eggers Doering (Harvard University) beschrieben, wie sich Chinin im Labor nachbauen lassen könnte. Der letzte Schritt dieser "formalen" Totalsynthese, eine von Paul Rabe und Karl Kindler bereits 1918 beschriebene dreistufige Reaktionsfolge, ist bis heute Gegenstand heftiger Kontroversen. Aaron C.Smith und Robert M. Williams von der Colorado State University (USA) haben das Rabe-Kindlersche Protokoll jetzt erfolgreich "nachgekocht". Wie sie in einem Doering zum 90. Geburtstag gewidmeten Artikel in der Angewandten Chemie berichten, wiederholten sie die komplette Prozedur - ohne den Einsatz moderner Methoden.