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Sonntag, 22. September 2013

Atomausstieg: Gewinne gleichen die Verluste aus

Viele haben es befürchtet und Horrorszenarien heraufbeschworen, die Krise in der Krise aber kam nicht.

Der deutsche Atomausstieg hat nicht zu einer Wertvernichtung größeren Ausmaßes in der deutschen Volkswirtschaft geführt. Die Energiewende bewirkte eine Art Vermögenstransfer von Atomkonzernen zu Unternehmen der erneuerbaren Energien. Die Kursgewinne in der Branche der erneuerbaren Energien konnten die Verluste der Atomkonzerne fast ausgleichen. Das zeigt eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Hauptprofiteure der deutschen Energiewende im benachbarten Ausland sind nach der Bonner Studie die österreichischen Energiekonzerne.

Nach Fukushima gingen die Kurse der Energiekonzerne in die Knie. In den ersten 20 Handelstagen nach der Katastrophe sanken die um die allgemeinen Bewegungen des Marktes korrigierten Kurse der großen Energiekonzerne um 3,5 Prozent. In der gleichen Zeit stiegen die Kurse der börsennotierten Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien um eine marktbereinigte Kursteigerung von rund 18 Prozent.