Donnerstag, 5. September 2013

Narzissmus, Machtstreben & Co – die dunklen Helfer für Existenzgründer

Künstlerische Darstellung der komplexesten und massivsten Moleküle (PFNS-10, TPP-152) mit denen Quanteninterferenz nachgewiesen werden konnte Illustration: Mathias Tomandl
„Du musst ein Schwein sein" heißt ein Hit von den „Prinzen". Damit hat die Band aus Leipzig - in Bezug auf Unternehmensgründungen - teilweise Recht. So haben selbstverliebte Persönlichkeiten eine höhere Neigung Unternehmen zu gründen. Hochwertige Businesspläne stammen dagegen eher aus der Feder von Machiavellisten. So lauten einige Ergebnisse einer interdisziplinären Studie von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim, der Hochschule Reutlingen und der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, die den Einfluss der sogenannten Dunklen Triade der Persönlichkeit in der Phase vor der Unternehmensgründung untersucht. Jetzt hat die British Academy of Management (BAM) die Studie im Rahmen ihrer Jahreskonferenz mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

Dunkle Triade der Persönlichkeit 
Niccolò Macchiavelli Statue in Florenz.
Foto: Christopher Kaetz / GNU


Narzissmus, Machiavellismus und subklinische Psychopathie: Diese wenig schmeichelhaften Eigenschaften bilden die sogenannte „Dunkle Triade der Persönlichkeit". Verbunden werden sie meist mit einer Reihe unbeliebter Merkmale wie Härte, Rücksichtslosigkeit, übersteigertes Selbstbewusstsein oder emotionaler Kälte. Gleichzeitig aber haben sie Merkmale - wie etwa Risikoneigung, Machtstreben und den Drang nach Selbstbestätigung - die man in Führungspositionen oftmals antrifft. 

Mittwoch, 4. September 2013

Staatliche Rente hat schlechtes Image bei Studenten

Peter Derrfuss  / pixelio.de
Das Vertrauen in eine staatlich gesicherte Rente ist unter Nachwuchs-Führungskräften fast verloren gegangen. 93 Prozent aller angehenden Akademiker glauben nicht mehr daran, dass die deutsche Rentenversicherung ihre Grundversorgung im Alter decken kann. So lautet das Ergebnis einer Umfrage der Essener "FOM Hochschule für Ökonomie & Management" unter 30.000 Studenten, die berufsbegleitend an Akademien und Hochschulen in über 30 Städten deutschlandweit studieren. 

„Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache", sagt Studienleiter Professor Dr. Thomas Heupel. „In den Augen der Studierenden hat die Rente einen desaströsen Ruf." Lediglich 1,3 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Rente sehr sicher sei. 56,5 Prozent halten sie für sehr unsicher. Aus Sicht des Wissenschaftlers seien nun Arbeitgeber gefordert. Eine betriebliche Altersvorsorge ist nämlich laut Umfrage bei künftigen Führungskräften als Alternative angesagt. „Wer hier attraktive Lösungen anbietet, wird im Kampf um die klügsten Köpfe die Nase vorn haben", glaubt Heupel. Neben betrieblichen Lösungen sind auch Riester-Rente (knapp 60 Prozent), Immobilien (56,1 Prozent) und einfaches Sparen (56 Prozent) beliebt. Aktien (20,5 Prozent) und Rürup-Rente (4,7 Prozent) fallen dagegen ab. Bei der Befragung waren Mehrfachantworten möglich. 

Die FOM-Umfrage „Job, Karriere und Altersvorsorge" zeigt auch, dass angehende Akademiker auf Rückenwind durch den zukünftig noch steigenden Fachkräftemangel setzen. Eine große Mehrheit erhofft sich dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 

Dienstag, 3. September 2013

Was mit Kindern in der Psychiatrie geschieht

Vorstellung des Bilderbuchcomics "Was ist denn schon normal?" Foto: UK Ulm
Comicfigur Tom trägt einen blauen Kapuzenpulli und weiß, was alle denken: Er war in der „Klapse" - vollgepumpt mit Medikamenten, in Zwangsjacke und Gummizelle... So stellen sich viele die Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Auch Tom wusste nicht, was ihn erwartet, als er wegen seiner Wut- und Angstattacken in die Klinik kam. Damit es anderen Kindern nicht so geht, erklärt Tom in dem einzigartigen Comicbilderbuch anderen Kindern, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie eigentlich ist und was er dort gemacht hat. 

"Was ist denn schon normal?" heißt das einzigartige Bilderbuchcomic, geschrieben von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, das Kindern erklärt, was in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie passiert. 

Falsche Vorstellungen 

Montag, 2. September 2013

Glück ist? Wandern!

Im Frühtau zu Berge wir zieh'n.
Foto: Rainer Sturm / Pixelio
Anlässlich des Weltgesundheitstages weist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf die positiven und gesundheitsfördernden Effekte des Wanderns in der Natur hin. Denn Wandern stärkt das Immun- und Herz-Kreislauf-System, schützt vor der Zuckerkrankheit Diabetes und lässt die Pfunde purzeln. „Der Aufenthalt in der Natur, vor allem in Verbindung mit Bewegung, dient ohne Zweifel der menschlichen Gesundheit. Mit den Wanderaktionen wollen wir einerseits die Menschen motivieren, sich in der Natur zu bewegen und so etwas für ihre Gesundheit zu tun. Andererseits wollen wir die Leistungen der biologischen Vielfalt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Sonntag, 1. September 2013

SCHWARZBUCH KOMMUNISMUS im Trend

Er hat sie überall dabei! Leonid Krawtschuk propagiert das "Schwarzbuch Kommunismus": "Neun Kommentare über die Kommunistische Partei". Foto: Screenshot von Kiev Day vom 7.7.2013: Leonid Krawtschuk zeigt die "Neun Kommentare über die Kommunistische Partei". 
Leonid Kravchuk, der erste Präsident der Ukraine nach der Unabhängigkeit von der UdSSR 1991 - 1994, machte eine erstaunliche Wandlung durch. Einst als "Ukraine-Mafioso" berüchtigt und gefürchtet, entwickelte er schließlich eine klare Haltung gegen den Kommunismus.

Viele Jahre seines Lebens war Krawtschuk erst als Agitator, dann in leitenden Positionen in der Propaganda-Abteilung der KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjet-Union) eingesetzt und von 1988 - 1990 wurde er der Sekretär des Politbüros der KPU (Kommunistische Partei der Ukraine). 1998 wurde er dann Vorstandsmitglied der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei der Ukraine (SDPU(o)). Allerdings trat Krawtschuk aus der Partei aus, als sich diese 2009 entschloss, sich mit der KPU am Linksbündnis-Block linker Kräfte zu beteiligen und den kommunistischen Vorsitzenden als Präsidentschaftskandidaten zu unterstützen.

Gerade weil er, Leonid Krawtschuk, so viel Zeit seines Lebens dem Kommunismus geopfert hat, habe er heute einen besonderen Zugang zu den Auswirkungen des Kommunismus in den Köpfen der Menschen nach so langer Zeit der Indoktrination durch die KP. Krawtschuk sagte der Kiew Day vor einer Woche: "Die ukrainische politische und geistige Elite wird in mehrere Gruppen eingeteilt: Eine - die pro-ukrainische, und die Zweite - eine pro-russische. Aber in jeder der beiden gibt es Elemente der sowjetisch-philosophischen Ordnung. Wie kann man dieses 'Unkraut' in ihren Köpfen loswerden? Jeder ist sich selbstein Bolschewik, ein Sklave und ein Narr."Und um sich selbst und anderen zu helfen, aus diesem inneren Gefängnis, diesem andressierten Denksystem zu entkommen, liest Leonid Krawtschuk nach eigenen Angaben gegenüber der Kiew Day häufig das historisch analytische Buch, herausgegeben von der Epoch Times,"Neun Kommentare über die Kommunistische Partei", das er sogar zu Sitzungen und Treffen immer dabei hat. Er selbst bezeichnet dieses "Schwarzbuch Kommunismus" als "prophetisch" und zukunftsweisend.

Zecke ist das gefährlichste Tier Deutschlands

Das ist eine Zecke in dem Entwicklungstadium Nynphe. Die Nymphe ist geschlechtslos. Zum Vergleich der Größe mal auf nem Fingernagel fotografiert.             Foto: Tamara Hoffmann / Pixelio
Fuchs, Reh und Wildschwein können als natürliche Alarmanlagen dienen.

Neue Wege, Risikogebiete schneller und einfacher zu erkennen, stellte Prof. Dr. Ute Mackenstedt vor. Die Parasitologin der Universität Hohenheim forscht seit Jahren zur Biologie der Zecke und ist Organisatorin des 1. Süddeutschen Zeckenkongress. 

Eine Möglichkeit sei, Füchse und andere Wildtiere auf FSME-Erkrankungen zu untersuchen. „Im Naturzyklus der Zecken dienen Wildtiere als sogenannte Reservoir-Wirte" erläuterte Prof. Dr. Mackenstedt. Risikogebiete ließen sich leichter identifizieren, wenn erlegte Wildtiere konsequent auf Antikörper gegen FSME untersucht würden - „ein Verfahren, das wesentlich weniger aufwändig und viel erfolgreicher ist, als die FSME-Viren in der Zecke selbst nachzuweisen." 

Daneben arbeitet die Zecken-Expertin mit weiteren Fachkollegen der Universität Hohenheim an mehreren Verfahren zur biologischen Zecken-Bekämpfung. „Dazu setzen wir natürliche Feinde der Zecken in Deutschland ein: Würmer, Pilze oder Schlupfwespen, die die Tiere von Innen heraus zersetzen."

Mögliche Ursache von Reizdarm sind überaktive Immunzellen

Reizdarm-Patienten leiden unter häufig wiederkehrenden Darmkrämpfen, Blähungen und Verdauungsstörungen. Die Symptome können so gravierend sein, dass sie denen einer schweren Darmentzündung ähneln. Eine organische Störung ist bei den Betroffenen jedoch nicht festzustellen. In einer Pilotstudie haben Forscher aus Bonn und Krefeld bei 20 Patienten mit schwerer Reizdarm-Symptomatik untersucht, ob bei diesen Patienten eine Überfunktion der Mastzellen nachweisbar war. Im Fokus der Untersuchungen standen dabei nicht allein die Darmbeschwerden der Teilnehmer, sondern sie fahndeten zusätzlich nach einer Vielzahl von anderen Beschwerden: Traten bei diesen Patienten Hitzewallungen auf? Litten sie unter Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen? Mussten sie wegen Asthma-artiger Beschwerden behandelt werden? Klagten sie über Wortfindungs-, Konzentrations- oder Schlafstörungen?

Verschiedene Symptome, eine Ursache

Freitag, 30. August 2013

Gehirnwellen: Musik lässt Gehirne der Musiker im Gleichklang schwingen

Gehirnwellen von Menschen, die miteinander musizieren, schwingen im Gleichklang. Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschungeine Studie ließen für eine Studie acht Gitarrenduos mehrmals kurze Jazzmelodien von 10 bis 20 Sekunden Dauer spielen. Dabei wurden die Hirnströme der Musiker per Elektroenzephalographie (EEG) von den Berliner Wissenschaftlern aufgezeichnet. 

Das Resultat deutet darauf hin, wie sehr sich bestimmte Hirnareale bei gemeinsamen eng koordinierten Handlungen aufeinander einschwingen. Denn erste Ähnlichkeiten der Hirnwellen verzeichneten die Forscher schon in der Vorbereitungsphase – als die Gitarristen nicht selbst musizierten, sondern noch dem Metronom lauschten, das das Tempo vorgab. Während des Zusammenspiels beobachteten die Forscher dann eine starke Synchronizität der vorderen und vor allem der zentralen Areale des Gehirns.

Donnerstag, 29. August 2013

Hitlers "Ehren-Arierin" Helene Mayer erhielt 1936 Weltmeistertitel im Florettfechten

Helene-Mayer-Sondermarke der Deutschen Post zur Olympiade 1972 in München
"Ehren-Arierin" – das ist bein Begriff, den heute keiner mehr kennt oder findet - auch nicht im Lexikon. Doch als Stichwort zur Zeitgeschichte ist er auch 75 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1936 bis heute lebendig - und verbunden mit einem Namen: Helene Mayer.

Ein Jahr vor Beginn der Spiele von Berlin drohte den Nationalsozialisten wegen ihrer Rassenpolitik ein Olympia-Boykott der USA mit unabsehbaren Konsequenzen. Sie brauchten dringend eine Alibi-Jüdin im Olympiateam. Helene Mayer – wen sonst? 

Groß, blonde Zöpfe, blauäugig, siegreich mit der Waffe. Helene Mayer, Olympiasiegerin im Florettfechten von 1928, war eine Erscheinung wie aus dem Musterkatalog für germanische Frauen. Die "blonde He", eine deutsche Volksheldin. In der 'Anhaltischen Rundschau' wurde der 17-Jährigen Olympiasiegerin von Amsterdam eine Ode gewidmet: "Und, denkt euch, sie trägt blonde Zöpfe! / Und schlingt darum ein weißes Band. / Ein blaues Aug, ein deutscher Schädel, / der Jugend Anmut im Gesicht / ein gut gewachsen rheinisch Mädel – / und ficht, als wie der Teufel ficht." 

Deutscher Schädel, jüdischer Vater