Der Afrikanische Nacktmull
(Hetero-cephalus glaber) ist eines der ungewöhnlichsten Säugetiere der
Erde. Er ist nur 15 Zentimeter groß, kaum behaart, lebt eng gedrängt mit
seinen Artgenossen in unterirdischen, stickigen Höhlen und er kennt
keinen Schmerz. Was es mit diesem außergewöhnlichen Nagetier auf sich
hat, erforschen die Schmerzforscher Prof. Gary R. Lewin vom
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Prof.
Thomas J. Park von der University of Illinois in Chicago, USA.
Die Forscher konnten jetzt zeigen, dass Säure, die im Normalfall starke, schmerzhafte Verätzungen verursacht, Nacktmullen nichts anhaben kann. "Das ist für Wirbeltiere absolut einzigartig", sagte Lewin. Auch das Capsaicin in Chili-Pfeffer, das normalerweise auf der Haut brennende Schmerzen auslöst, lässt die Tiere kalt.
