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Montag, 9. September 2013

Klimawandel + saure Ozeane: Methanhydrat weckt Begehrlichkeiten

Mit Methanhydrat durchsetzer Sedimentbrocken. Foto: IFM-GEOMA
„Die Ansichten über Methanhydrate und die Prioritäten in der Forschung haben sich in den vergangenen 25 Jahren immens verändert." Dies kann kaum jemand besser beurteilen als Prof. Dr. Erwin Suess. Der Meeresgeologe, der 1984 die ersten unterseeische Methanquellen vor der Küste von Oregon entdeckte und 1996 die ersten großen Brocken des „Brennenden Eises" aus den Tiefen des Pazifiks barg, wurde jetzt für sein Lebenswerk geehrt. Auf der 7. International Conference on Gas Hydrates in Edinburgh erhielt er den „Lifetime Achievement Award".

Methanhydrat ist mögliche Energiequelle

„Dies ist auch heute noch der wichtigste Anreiz der Gashydrat-Forschung zum Beispiel in China, Japan, Indien und den USA." Kurz darauf entdeckten Wissenschaftler, dass sich das Methanhydrat im Meeresboden gegen Kohlendioxid-Hydrat austauschen lässt. Forschung und Wirtschaft zogen in Erwägung, diese Möglichkeit großtechnisch zu nutzen um Kohlendioxid als Hydrat zu speichern und das frei gesetzte Methan abzubauen. „Diese Art der unterseeischen Nutzung befindet sich zurzeit im Erprobungsstadium", weiß Suess.

Methanhydrat als Treibhausgas gefürchtet

Mittwoch, 27. Februar 2013

Historischer Wandel - USA beginnen mit Umsteuern in Richtung Klimaschutz

Die USA haben einen ersten wichtigen Schritt zum Umsteuern in Richtung Klimaschutz unternommen. Das Repräsentantenhaus beschloss verbindliche Grenzwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen. Für das von Präsident Barack Obama massiv beworbene Klimaschutzgesetz gab es allerdings nur eine knappe Mehrheit. In eindringlichen Worten forderte Obama am Samstag den Senat auf, nun der als historisch gewerteten Vorlage ebenfalls zuzustimmen. Nach Meinung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel geht das Gesetz aber noch nicht weit genug. 

„Schenken Sie den falschen Aussagen keinen Glauben, es gäbe einen Widerspruch zwischen Investition in saubere Energie und Wirtschaftswachstum“, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache. Das Gesetz werde Arbeitsplätze schaffen, erneuerbare Energien profitabel machen und Amerikas Abhängigkeit von ausländischem Öl verringern. „Wir können keine Angst vor der Zukunft haben, und wir dürfen keine Gefangene der Vergangenheit sein“, fügte der US-Präsident hinzu. 

Höherer Anteil erneuerbarer Energien 

Dienstag, 6. November 2012

Waldschäden in Deutschland: Über zwei Drittel des Waldes krank

Schöne Aussichten!  Foto: schemmi/Pixelio
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat bereits für das Jahr 2007 eine Auswertung der Waldschäden in Deutschland selbst vorgenommen. Da die offiziellen Waldzustandsberichte der Bundesregierung künftig nur noch alle vier Jahre erstellt werden, wertete der Umweltverband die Einzel-Daten der Länder von 2007 selbst aus.   


Schwere Schäden bei rund einem Viertel aller Bäume



Über zwei Drittel (70 Prozent) des Waldes in Deutschland sind inzwischen sichtbar geschädigt. Etwa 25 Prozent der Bäume sind sogar schwer geschädigt, bei ihnen fehlt mehr als ein Viertel der normalen Blatt- bzw. Nadelmasse.