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Montag, 9. September 2013

Klimawandel + saure Ozeane: Methanhydrat weckt Begehrlichkeiten

Mit Methanhydrat durchsetzer Sedimentbrocken. Foto: IFM-GEOMA
„Die Ansichten über Methanhydrate und die Prioritäten in der Forschung haben sich in den vergangenen 25 Jahren immens verändert." Dies kann kaum jemand besser beurteilen als Prof. Dr. Erwin Suess. Der Meeresgeologe, der 1984 die ersten unterseeische Methanquellen vor der Küste von Oregon entdeckte und 1996 die ersten großen Brocken des „Brennenden Eises" aus den Tiefen des Pazifiks barg, wurde jetzt für sein Lebenswerk geehrt. Auf der 7. International Conference on Gas Hydrates in Edinburgh erhielt er den „Lifetime Achievement Award".

Methanhydrat ist mögliche Energiequelle

„Dies ist auch heute noch der wichtigste Anreiz der Gashydrat-Forschung zum Beispiel in China, Japan, Indien und den USA." Kurz darauf entdeckten Wissenschaftler, dass sich das Methanhydrat im Meeresboden gegen Kohlendioxid-Hydrat austauschen lässt. Forschung und Wirtschaft zogen in Erwägung, diese Möglichkeit großtechnisch zu nutzen um Kohlendioxid als Hydrat zu speichern und das frei gesetzte Methan abzubauen. „Diese Art der unterseeischen Nutzung befindet sich zurzeit im Erprobungsstadium", weiß Suess.

Methanhydrat als Treibhausgas gefürchtet