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Montag, 7. Oktober 2013

Warum können wir uns so schwer von Dingen trennen, die wir besitzen

Der Wert eines Objekts liegt an der Wertschätzung seines Besitzers. Foto: Rolf Plühmer/Pixelio
Warum können wir uns meist so schwer von Dingen trennen, die wir besitzen? Warum scheint für uns das alte Auto immer viel mehr wert zu sein, als uns der Händler dafür bieten möchte? Warum ziehen alte Leute nicht aus dem mittlerweile viel zu großen Haus in eine bequemere Eigentumswohnung?

Die Neigung, Dingen, die man besitzt, einen übergroßen Wert zuzumessen, scheint zu den universellen menschlichen Verhaltensweisen zu gehören. Ökonomen und Psychologen kennen diese Neigung unter dem Begriff des „Endowment-Effekts“, ein Effekt, der in einer Reihe berühmter Experimente immer und immer wieder bestätigt wurde. Beispielsweise gaben der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann und seine Koautoren, jedem zweiten Studenten in einem Hörsaal eine Kaffeetasse als Geschenk. Anschließend wurden alle Kaffeetassenbesitzer befragt, wie viel Geld sie mindestens haben wollten, um auf ihre Tasse wieder zu verzichten. Alle Studenten, die keine Tasse bekommen hatten, wurden befragt, wie viel sie höchstens bereit wären, für eine identische Tasse zu bezahlen. Es stellte sich heraus, dass die Wertschätzung der Kaffeetassenbesitzer mehr als das doppelte betrug, gegenüber denen, die leer ausgegangen waren. Und dieses Ergebnis wurde in unzähligen anderen Untersuchungen repliziert. Ein Beschenkter hält sein Geschenk also für wertvoller als der Neider.

Mehr Besitz erzielt bessere Tauschquote

Freitag, 9. November 2012

Gefühlslage Schmerz: Immer schmerzhaft: Arbeitslosigkeit

Wenn zur Angst vor Armut auch noch Achtungsverlust kommt ...Foto: Gerd Altmann / Pixelio
Ökonomen glauben, dass Arbeitslose in der Gesellschaft geringer geachtet werden. Also würden Arbeitslose in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit weniger unter dem Verlust ihrer Arbeit leiden als die Arbeitslosen in anderen Regionen, da sie viele Leidensgenossen hätten. Dabei wird anscheinend von einer ökonomischen Gesamtsumme der Wertschätzung und ihrem Gegenteil, der Verlust der Achtung ausgegangen. 

Arbeitlosigkeit ist immer schmerzhaft 


„Unsere Studie widerlegt die unter Ökonomen vorherrschende Ansicht, dass Menschen weniger unter Arbeitslosigkeit leiden, wenn sie das Schicksal arbeitslos zu sein mit vielen anderen teilen“, sagt Daniel Oesch, Soziologe an der Universität Lausanne, der die Studie zusammen mit Oliver Lipps vom Swiss Centre of Expertise in Social Sciences (FORS) erstellt hat.