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Sonntag, 10. Februar 2013

Holt die Nomaden zurück!

Sonnenuntergang über der Wüste von Dubai.  Foto: Pe-sa-GNU
Wenn in bestimmten Gebieten immer wieder Nutztiere grasen, kann die Wüstenbildung sogar rückgängig gemacht werden, wenn die Nutztiere regelmäßig wiederkehren. Die Tiere verbessern das Erdreich mit ihrem Dung und lockern mit ihren Hufen harte Böden. Durch diese Vorbereitung kann das Erdreich Regen besser aufnehmen und Kohlenstoff besser speichern. Außerdem führt die vorübergehende Verdichtung dazu, dass Pflanzen leichter keimen können. Damit weist der Deutsche Naturschutzring (DNR) auf die Erkenntnisse des Savory-Instituts hin.

"Nutztiere sind die besten Mittel, mit denen man der Wüstenbildung auf breiter Front begegnen kann", betonte Instituts-Chef Allan Savory, man habe in Simbabwe erstaunliche Erfolge erzielt. Aus Umweltgründen habe er früher zwar dafür plädiert, dass die Bauern ihre Viehbestände reduzieren. Nun habe er jedoch eingesehen, dass nur der richtige Umgang mit Nutztieren Wüstenbildung, Artensterben und Klimawandel entgegenwirken könne.

Dienstag, 13. November 2012

Nutztiere: Verbesserungspotenzial bei Luft aus Tierställen


Foto: Senat Bundesforschung

Müssen Tierställe wirklich stinken? Geruchsbelästigung, Stäube, Ammoniak, Keime - Tierhaltungsbetriebe mit großen Ställen werden häufig kritisch gesehen. Vor allem in Regionen mit vielen großbäuerlichen Betrieben und entsprechender Nutztier-Dichte.

Die belästigenden Gerüche aus Tierställen lassen sich inzwischen mit verschiedenen Techniken deutlich verbessern. In der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins ForschungsReport stellen Wissenschaftler des Thünen-Instituts verschiedene Möglichkeiten zur Emissionsminderung vor. 

„Rund 500.000 Tonnen Ammoniak werden in Deutschland jedes Jahr durch die Tierhaltung frei - Tendenz seit 2006 wieder steigend", sagt Dr. Jochen Hahne, der sich am Thünen-Institut mit Abluft-Reinigungsverfahren befasst, und beruft sich dabei auf den Nationalen Emissionsbericht. Zwar verfügen derzeit lediglich rund ein Prozent der deutschen Geflügel- und Schweinehaltungsbetriebe über eine Anlage zur Reinigung der Abluft. Doch die Zahl der Beitriebe, die ihre Ställe mit entsprechenden Anlagen bestücken, steigt trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse kontinuierlich. In Regionen mit intensiver Tierhaltung würden fast alle Neubauten nur noch mit Abluft-Reinigungsanlagen genehmigt, sagt Hahne.

Schaffleisch - Leguminosen - Melktechnik