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Samstag, 28. September 2013

Hawaii - Aufnahme von Super-Jupiter gelungen


Links: Nahinfrarotlicht (Wellenlängen 1,2 bis 2,4 Mikrometer). Mitte:  Signal-zu-Rauschen-Karte. Je weißer ein Fleck, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht um einen zufälligen Störeffekt handelt, sondern dass dort tatsächlich ein Himmelskörper zu sehen ist. Die weiße Farbe des Super-Jupiter-Fleckchens oben links zeigt, dass es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um einen tatsächlichen Nachweis handelt. Rechts: Nahinfrarotlicht (Wellenlänge 3,8 Mikrometer)  Foto: NAOJ / Subaru / J. Carson (College of Charleston) / T. Currie (University Toronto)

Ein "Super-Jupiters", der den massereichen Stern κ Andromedae umkreist, wurde aufgenommen mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii. Das ist ein seltener Glücksfall, denn damit können die Forscher die aktuellen Modelle der Planetenentstehung und ihre Vorhersagen zu Planeten um massereiche Sterne testen. Der Gasriese hat etwa das 13fache der Masse des Planeten Jupiter, sein Mutterstern das 2,5-fache der Sonnen-Masse. Alles deutet darauf hin, dass der Planet ähnlich entstanden ist wie normale Planeten mit geringerer Masse: in einer "protoplanetaren Scheibe" aus Gas und Staub, die den neugeborenen Stern umgab.

Montag, 24. Dezember 2012

1.700 Lichtjahre von der Sonne entfernt tickt eine „kosmische Uhr“

Künstlerische Darstellung der beiden Planeten mit den zwei sehr  unterschiedlichen Sonnen im Zentrum. Illustration: Stuart Littlefair
Ein seltenes Planetensystem hat jetzt ein Forscher-Team in 1.700 Lichtjahren Entfernung von der Sonne entdeckt. Im Sternbild Schlange wird der enge Doppelstern NN Serpentis von zwei Planeten umkreist, die schwerer als Jupiter sind. Bei dem Planetensystem handelt es sich erst um das zweite bekannte System dieser Art. Die beiden unterschiedlich großen Sterne des Doppelsterns umkreisen sich so, dass der größere den kleineren alle drei Stunden vollständig bedeckt. Die Forscher konnten den Zeitpunkt der Bedeckung auf weniger als eine Sekunde genau messen. Der Doppelstern bildet demnach eine Art „kosmische Uhr", die alle drei Stunden tickt. 

Sonntag, 11. November 2012

Faszinierendes Video: Sternentanz im planetarischen Nebel Fleming 1

Der planetarische Nebel Fleming 1, aufgenommen vom 
Very Large Telescope der ESO   Foto: ESO/H. Boffin
Dieses Video zeigt Nahansichten einer neuen Aufnahme des planetarischen Nebels Fleming 1 im Sternbild Centaurus (der Zentaur) mit dem Very Large Telescope der ESO. Bei diesem eindrucksvollen Objekt handelt es sich um eine leuchtende Gaswolke um einen sterbenden Stern. Neue Beobachtungen haben gezeigt, dass im Herzen dieses Objekts ein besonders seltenes Paar weißer Zwergsterne zu finden sein dürfte. Deren Umlaufbewegungen können die Entstehung der auffallend symmetrischen Strukturen der Jets in den umgebenden Gaswolken bei diesem und ähnlichen Objekten erklären. (sfr)

Artikel zum Video: Das Herz des Nebels - Tanzende Weiße Zwerge im Universum

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Herkunftsnachweis:  ESO/H. Boffin Music: delmo "acoustic" 

Das Herz des Nebels - Tanzende Weiße Zwerge im Universum


Der planetarische Nebel Fleming 1, aufgenommen vom Very Large Telescope der ESO   Foto: ESO/H. Boffin
Ein Pärchen umeinander kreisender sogenannter Weißer Zwerge haben Astronomen nun mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO im Zentrum eines eindrucksvollen planetarischen Nebels  entdeckt. Die Theorie über ein mit planetarischen Nebeln assoziiertes spektakuläres Phänomen, dass Material, in entgegengesetzte Richtungen symmetrisch ausgestoßen wird, ist in Fachkreisen lange diskutiert worden. Diese Entdeckung wurde in einem Fachartikel vom 9. November 2012 in der Fachzeitschrift Science beschrieben.

Als Weiße Zwerge bezeichnet man sonnen-ähnliche Sterne am Ende ihres Lebens. Planetarische Nebel sind die leuchtenden Schalen aus heißem Gas, die Weiße Zwerge umgeben und haben trotz ihres Namens nichts mit Planeten zu tun. Die Bezeichnung stammt noch aus dem 18. Jahrhundert, als man mit den kleinen Teleskopen die Nebel-Scheiben noch mit Planeten verwechseln konnte.