Messier 78 ist ein Paradebeispiel für einen Reflexionsnebel. Die ultraviolette Strahlung der Sterne, die ihm seinen Glanz verleiht, ist zwar nicht stark genug, um das Gas des Nebels zu ionisieren und auf diese Weise zum Leuchten zu bringen. Stattdessen reflektieren Staubteilchen das Sternenlicht, das auf sie fällt. Messier 78 ist einer der hellsten Reflexionsnebel am Himmel und kann bereits mit kleineren Teleskopen beobachtet werden. Er befindet sich in einer Entfernung von 1600 Lichtjahren im Sternbild Orion, links oberhalb des linken Sterns aus dem “Gürtel” des Himmelsjägers.
Astronomen in Chile haben besonders scharfe Infrarot-Aufnahmen von sechs Spiralgalaxien gewonnen. Die Bilder zeigen die Galaxien in einem völlig neuen Licht und sollen verstehen helfen, wie die auffälligen Spiralmuster in Galaxien entstehen und sich im Laufe der Zeit verändern.
Wie die Europäische Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) berichtet, wurden die Bilder auf dem chilenischen Paranal-Observatorium mit der leistungsstarken Kamera HAWK-I am Very Large Telescope (VLT) aufgenommen.
Im Infrarotlicht werden hell leuchtende Gaswolken und dunkler Staub, wie sie zum Beispiel in den Spiralarmen von Galaxien zu finden sind, durchsichtig. HAWK-I ist daher ideal dafür geeignet, zu untersuchen, was sich sonst nach Ansicht der Wissenschaftler hinter diesen Gas- und Staubwolken verbirgt: die Unmengen an älteren Sternen in den Spiralarmen der Galaxie.



