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Donnerstag, 8. November 2012

Fiscal Cliffs - Konjunktur-Klippen für Obama, Deutschland und die EU

Foto: Gerd Altmann pixelio.de
Nachdem Präsident Barack Obama aus den amerikanischen Präsidentschaftswahlen am späten Dienstag als Sieger hervorging und den republikanischen Herausforderer Mitt Romney schlug, ruht jetzt schon die Aufmerksamkeit der Märkte auf der Frage, wie er das "Fiscal Cliff" umschiffen wird. 

Als Fiskal-Cliff werden die ungefähr 600 Milliarden USD Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die ab 1. Januar in Kraft treten, bezeichnet.

Bei den Ratingagenturen machen sich Ängste breit, dass die Republikaner erneut die Handlungsfähigkeit des Präsidenten beschränken, gar blockieren könnten. Die bisherige Blockade hatte dazu geführt, dass Standard & Poor im August 2011 die AAA Bewertung der USA herabsetzte.

Gestern warnte auch die Ratingagentur Fitch, dass die AAA Bewertung der USA bereits unter Risiko steht, sollte der Kongress unter Präsident keine sofortigen Maßnahmen ergreifen, um die Krise zu vermeiden.

Auch das Institut für Makroökonomie und Konjunktur-Forschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung weist auf die Auswirkungen der Fiskal-Cliff hin. "Wenn es Demokraten und Republikanern nicht noch gelingt, diesen völlig unsinnigen Automatismus zu entschärfen, wird die amerikanische Wirtschaft im kommenden Jahr abstürzen", sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. 

Eurozone mitbetroffen?


Sonntag, 4. November 2012

Erhöht sich die Rezessionswahrscheinlichkeit?

Die Rezessionsgefahr steigt, sagt die Hans-Böckler-Stiftung. Foto: Gerd Altmann / Pixelio
Rutscht Deutschland in die Rezession? Der Konjunktur-Indikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung prognos-tiziert, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, sich erneut erhöht. Das Risiko einer rezessiven Entwicklung bis Ende September ist aber trotz des merklichen Anstiegs nach wie vor recht gering.

Die aktuelle Vorhersage beruht auf dem Datenstand von Anfang Juli. Für den laufenden Monat weist der Indikator eine Rezessions-wahrscheinlichkeit von 21,6 Prozent aus. Im August liegt das Risiko bei 16,2 Prozent. Für September weist der Indikator hingegen eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit von 3,6 Prozent aus.