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Sonntag, 6. Oktober 2013

Haben Alm und Älpler Zukunft?

Alpaufzug zur Sennhütte Menigwald, Diemtigen BE.
Foto: Stefan Lauber/ WSL
Ob Alp oder Alm - Älpler oder Senner: Jahr für Jahr ziehen Tausende Älplerinnen und Älpler mit dem Vieh auf die Alp. Seit Jahrhunderten nutzen sie die hoch gelegenen Alpweiden, um 100‘000 Milchkühe, 35‘000 Mutterkühe, 180‘000 Rinder und 90‘000 Kälber sowie Schafe und Ziegen zu sömmern und hochwertige Produkte herzustellen. Dabei treffen Tradition und Moderne aufeinander, die Alpwirtschaft befindet sich in stetem Wandel.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Schneeballeffekt - Das Artensterben und die Folgen

Die Felder des Jena-Experiments aus der Vogelperspektive.
Foto: Weigelt/Voigt/Scherber/Jena-Experiment
In aufwändigen Freiland-Experimenten über einen Zeitraum von acht Jahren konnten Wissenschaftler zeigen, dass sich der Artenverlust innerhalb eines Ökosystems offenbar „von unten nach oben" in der Nahrungskette fortsetzt. Der Verlust einer Pflanzenart zieht schneeballartig das Aussterben weiterer Arten nach sich. Dieser Prozess kann ein ganzes Ökosystem destabilisieren. 


Empfindliche Reaktionen 

Wenn Pflanzenarten lokal aussterben, dann sterben als nächstes diejenigen Organismen aus, die direkt auf Pflanzennahrung angewiesen sind. Erst danach trifft es Organismen, die weiter oben in der Nahrungskette stehen, wie zum Beispiel räuberische Käfer. Bisher ging man davon aus, dass das Artensterben vor allem die empfindlichen Arten an der Spitze der Nahrungskette betrifft. „Wenn auch nur eine einzige Pflanzenart ausstirbt, dann gehen mit ihr oft eine ganze Menge weiterer Arten verloren", erläutert der Göttinger Agrarökologe Dr. Christoph Scherber, Leiter des Jena-Experiments. „Die Studie ermöglicht auch, Artensterben vorherzusagen und abzuschätzen, welche Tiergruppen am empfindlichsten darauf reagieren." Beispielweise tritt die Reaktion von Organismen, die im Boden leben, verzögert auf und fällt schwächer aus als die von oberirdisch lebenden Tieren. 

Donnerstag, 26. September 2013

Der Rothirsch ist kein Schädling!

Ein stattlicher Zwölfender zieht durch einen Teich.   Foto: Peter Sommerfeld/pixelio.de
In wilder Jagd hetzte Hubertus von Lüttich (655-727) dem prächtigen Rothirsch hinterher. Der Legende nach stellte der Adelige das Tier nach langer Verfolgung, spannte den Bogen und hielt dann ergriffen inne: Der Heilige, der heute als Schutzpatron der Jagd gilt, erblickte ein strahlendes Kruzifix im Geweih des Tieres. Demütig kniete er nieder und achtet fortan die Tiere des Waldes. Am 3. November gedenken die Jäger Jahr für Jahr des Heiligen Hubertus und damit auch an das Verhältnis zwischen Mensch und Wildtier. 

Schädling mit Abschussquote

Das Bild des größten Landsäugetieres Deutschlands hat sich jedoch seit dem Mittelalter gründlich geändert. Als Schädling wird das prächtige Tier heute vor allem von der Forst- und Landwirtschaft gesehen. Selbst Naturschutzverbände fordern eine immer höhere Abschussquote, um den Bestand von Rotwild im Wald zu reduzieren.