Die indische Polizei hat am Donnerstag einen Protestmarsch von Exil-Tibetern aufgelöst und die mehr als 100 Teilnehmer festgenommen, wie Nachrichtenagenturen berichten. Die Demonstranten traten daraufhin in einen Hungerstreik, wie einer ihrer Sprecher, Tenzin Palkyi, mitteilte.
Auch Europäer im Hungerstreik
Der am Montag gestartete Protestmarsch wurde am Morgen in der Stadt Dehra gestoppt. Die Teilnehmer ließen sich von den Polizisten in Busse führen. Sie sollen nach Polizeiangaben wegen Störung der öffentlichen Ordnung vor Gericht gestellt werden. Neun Tibet-Aktivisten aus Deutschland, den USA, Schottland, Polen und Australien wurden nicht festgenommen. Sie schlossen sich aber dem Hungerstreik an. Die Teilnehmer an der Demonstration wollten zu den Olympischen Spielen in Peking ein Zeichen für die Unabhängigkeit Tibets setzen.