| Blutzellen. Foto: Maurus Völkl/Pixelio |
Das Fachjournal Cell veröffentlicht jetzt die Entdeckung eines neuen Mechanismus, der die Entwicklung dieser Abwehrzellen steuert und das Arsenal an Antikörper-Varianten beeinflusst. Entdeckt haben das Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Harvard Medical School.
B-Zellen gehören zu den weißen Blutzellen (Lymphozyten) und werden im Knochenmark gebildet. Bevor eine B-Zelle Antikörper produzieren kann, durchläuft sie eine komplexe Entwicklung, in deren Zentrum die Bildung eines B-Zell-Rezeptors steht. Mit diesem Sensor erkennt die B-Zelle Krankheitserreger und bildet anschließend maßgeschneiderte Antikörper, mit denen sie die Erreger zielgenau bekämpft. Die riesige Vielfalt der Antikörper, die der Körper benötigt, um sich gegen die unterschiedlichsten Erreger wehren zu können, beruht darauf, dass sich die DNA-Bausteine der Rezeptor-Gene anscheinend nach dem Zufallsprinzip neu miteinander kombinieren.