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Sonntag, 2. Dezember 2012

Antik und bunt - „Bunte Götter“ zu Gast an der Universität Göttingen

Farbige Rekonstruktion der Grabstatue der Phrasikleia (Attika, um 540 v. Chr.). Foto: Uni Göttingen
Antike Statuen und Tempel waren nicht weiß, sondern bunt. Die Ausstellung „Bunte Götter“ belegt dies eindrucksvoll mit Einblicken in antike Maltechniken und moderne Analyse-Methoden, vor allem aber mit über 30 farbenfrohen Abgüssen berühmter Marmor-Skulpturen von der archaischen bis zur spätantiken Zeit. Das Archäologische Institut und die Sammlung der Gips-Abgüsse der Universität Göttingen präsentieren diese vom 6. März bis 31. Juli 2011 in den Räumen der Abguss-Sammlung am Nikolausberger Weg 15. Die Wanderausstellung, die unter anderem in Kopenhagen, Amsterdam, Madrid und Malibu für Aufsehen sorgte, ist jeweils sonntags zwischen 10 und 17 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung geöffnet.

Obwohl die Ausstellung seit einigen Jahren gezeigt wird, gleicht keine Präsentation der vorherigen. Auch in Göttingen werden bisher nicht gezeigte Exponate ausgestellt. Dazu gehören farblich neu gestaltete Abgüsse aus der Göttinger Sammlung, die teilweise von Studierenden hergestellt wurden. Die Restauratorin des Archäologischen Instituts Jorun Ruppel unterhält im Rahmen der Ausstellung eine Schauwerkstatt: Die Besucher können dabei sein, wenn Farben nach antikem Verfahren gemischt und verwendet werden. Ein spezielles Kinderprogramm lädt zudem zum Herstellen und Bemalen von Gips-Abgüssen und zur geheimnisvollen Suche nach den verschollenen Farbspuren ein. Die international erfolgreiche Ausstellung „Bunte Götter“ wurde 2003 von Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann, dem Leiter der Antikensammlung des Liebighauses in Frankfurt am Main initiiert. Durchgeführt wird sie gemeinsam mit der Stiftung Archäologie und dem Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Oliver Primavesi von der Ludwig-Maximilians-Universität München.